BERLIN 1.9.2006 (khd).
Erst im Mai konnte eine runde Ausgabe die 600. des Magazins
»t-off«
gefeiert werden. Anfang September
2006 erscheint jetzt meine eigene Homepage die
»khd-Page« zum 500. Mal.
Wie aber fing das damals an?
Es begann alles im Herbst 1992. Damals wußten die meisten noch nichts vom aufkommenden World-Wide-Web (WWW) und den damit verbundenen neuen Möglichkeiten der weltweiten digitalen Publikation. Ich startete mit einer einfachen Info-Seite, die zunächst über einen Gopher-Service der FUB (eine Art Vorläufer des Webs) im Internet präsent war. Als dann Browser mit ‚TABLEs‘ umgehen konnten begann ich mit Layout- Experimenten in der wegweisenden Web- Technik (HTML). Denn damit konnten nun Seiten wesentlich übersichtlicher gestaltet werden.
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Wenn heute die 500. Ausgabe meiner Homepage erscheint, dann waren das 14 Jahre der Auswahl von interessanten Themen, Recherche der Fakten (vor allem von Links), das Schreiben der Artikel mit möglichst vielen weiterführenden Links sowie die Aufbereitung für die Web-Publikation. Und so sind bislang über 300 Artikel und Kommentare zu vielfältigen Themen des aktuellen Interesses entstanden, wobei die Themenfelder Wissenschaft, Technik, Politik, Umwelt und Verkehr im Vordergrund standen. Auch die Kritik kam dabei nicht zu kurz. Und manchmal wurde seit 2003 vorne auf der Seite auch ein informatives Großfoto mit einer ausführlichen Legende plaziert meist aus dem eigenen digitalen Fotolabor.
Fragen über Fragen
Bei manchen interessanten Themen kam ich mit der Recherche im Internet nicht recht weiter. Ich erfand
deshalb 1996 die Kolumne
Fragen über
Fragen, in der solche Themen nur durch eine Frage angerissen werden, ohne darauf schon eine
Antwort parat zu haben. Meine Hoffnung: Vielleicht werden andere durch diese Fragen angeregt,
ihr besseres Wissen im Internet (auf anderen Homepages) preiszugeben, das man dann mit der Frage
verlinken könnte. Denn das Wichtigste im Web sind die Links die digitalen Verweise. In der
Fragen- Übersicht sind
bislang 64 solcher Fragen verzeichnet. Leider gab es bislang nur auf einige Fragen Antworten.
Vielleicht sind solche aber bereits in der Wikipedia-
Enzyklopädie versteckt und von mir noch nicht gefunden worden.
Der Ed-Kommentar
Eine andere nützliche Erfindung sind die in den Text insbesondere bei Dokumentationen
immer in eckigen Klammern eingefügten Kurzkommentare [Ed: ...] des Herausgebers (Editor). Die Idee
dazu stammt von der taz, in deren Texten früher in
ähnlicher Art ‚Sätzer‘- Einfügungen zu lesen waren. Diese Ed-Ergänzungen
haben sich sehr bewährt, da damit der Leser kurz, knapp und direkt auf Ungereimtheiten hingewiesen
werden kann. Außerdem bieten sie oft die Möglichkeit, zusätzliche Links anzubringen.
Die eckigen Klammern werden ausschließlich für diesen Zweck verwendet.
Einige Zahlen
Anläßlich eines solchen Jubiläums müssen auch einige Zahlen genannt werden. Die
archivierten Artikel der »khd-Page« haben heute einen Umfang von rund 1,6 MByte (ohne die
Bilder). Gedruckt in einem Buch ergibt das immerhin um die 500 Seiten mit den Abbildungen. Da auch die
Archivseiten mit allen publizierten Artikeln von den wichtigsten Suchmaschinen im Volltext indiziert
sind, greifen tagtäglich Nutzer auch noch immer auf ältere Infos zurück und stöbern
dann weiter. Offensichtlich ist manches davon auch heute noch nützlich oder interessant.
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Einige Highlights
Bei der Durchsicht der Homepage-
Artikel fällt auf, daß viele reine Verbraucher-Themen behandeln
(Lebensmittel, Geld,
Telefon,
Strom + Gas, ...). Kein Wunder,
denn auch am Beginn des 21. Jahrhunderts erlaubt sich Deutschland noch immer eine
nicht am Konsumenten
orientierte Verbraucher- Politik, wie sie in anderen Ländern längst eingeführt worden
ist. Und so liegt in diesem Bereich sehr viel im argen, was natürlich besprochen werden
muß.
Daneben gibt es aber auch ‚Highlights‘ der Berichterstattung und Kommentierung. Dazu gehören wohl in chronologischer Reihenfolge: Straßburg ein Report über Europas heimliche Hauptstadt, Vom Urknall des Webs worin beschrieben wird, wie das 1993 beim Start des World-Wide-Web war, Berlins Anhalter Bahn wird revitalisiert ein Bericht vom Wiederaufbau des Berliner Eisenbahnknotens, Banken-Skandal ohne Ende zusammen mit diesem Artikel wurde eine umfassende, vielgelesene Chronik des Berliner Banken-Skandals publiziert, Berlins Eisenbahn- Knoten im Schlußspurt worin vor allem auf die Kritik an der Bahnplanung eingegangen wird, Kernreaktor Erde woraus hervorgeht, daß wir in der Erde einen riesigen ungehobenen Energie-Schatz besitzen und diesen wie übrigens auch die Solar- Energie nur innovativ heben müssen, um vieler Energiesorgen ledig zu sein.
Internet besonders hilfreich
Besonders bemerkenswert ist die sehr umfangreiche Recherche zum Komplex der Einkaufssituation in
Lichterfelde-Süd (Giesensdorf). Es fing zunächst alles mit einem ganz normalen Artikel an:
Vom Geschäftesterben im
Stadtrand-Kiez. Als ich dann aber nach dem Hintergrund des Geschäftesterbens forschte,
kamen sehr große Merkwürdigkeiten und Ungereimtheiten ans Tageslicht. Niedergeschlagen hat
sich das Ergebnis vorwiegend in den Artikeln
Dispens-Planung statt
menschengerechter Stadtplanung und
Bauskandal in
Giesensdorf sowie mehreren Zusätzen, die hauptsächlich im
Teil 5 der
Dokumentation zur Thermometer- Siedlung publiziert sind. Das Geschäftesterben in Giesensdorf
entpuppte sich vor allem als ein schwerer Planungsfehler von Berliner Behörden und Politikern.
Interessant daran ist, daß die Informationen alle durch geschicktes Recherchieren im Internet zu
erhalten waren von Planungsunterlagen übers Parlamentsprotokoll bis zur Bauausschreibung.
Allerdings sind bis heute
noch Fragen offen geblieben.
Etwas Nostalgie
Das nebenstehende Banner wird künftig häufiger auf den Seiten meines Angebots auftauchen. Es
soll den direkten Zugang zu aktuellen Informationen und Links auf der Homepage erleichtern.
Anläßlich der 500. Ausgabe der »khd-Page« wurden zudem einige historische Ausgaben
meiner Homepage aus den ‚Save-sets‘ revitalisiert und online gestellt. Leider ist die Nr. 1
vom Herbst 1992 nicht mehr erhalten. Die alten Webseiten zeigen auch den Layout- Fortschritt sowie die
über die Jahre wachsende Zahl der Rubriken. Alle eigenen Links auf diesen Seiten wurden auf einen
aktuellen Stand gebracht, so daß ein Surfen im eigenen Angebot möglich ist. Die externen
Links wurden zwar belassen, aber deren Funktion wurde nicht überprüft.
[Site-map des Gesamt-Projekts]
Zur Erinnerung: (interne Links aktualisiert)
[05.01.1997:
Die 50. Ausgabe der »khd-Page«]
[13.06.1999:
Die 100. Ausgabe der »khd-Page«]
[08.12.2002:
Die 200. Ausgabe der »khd-Page«]
[07.12.2003:
Die 250. Ausgabe der »khd-Page«]
[04.07.2004:
Die 333. Ausgabe der »khd-Page«]
[15.05.2005:
Die 400. Ausgabe der »khd-Page«]
[03.09.2006:
Die 500. Ausgabe der »khd-Page«]
Der Blick auf die Grafik bestätigt die Vermutung: Keine der regierenden Parteien CDU, PDS und SPD haben sich seit der Wiedervereinigung im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit mit Ruhm bekleckert. Die Zahl der offiziellen Arbeitslosen in der Hauptstadt ist seit 1991 von rund 180 Tausend bis 2005 auf 319 Tausend gestiegen. Das ist eine Steigerung um 77 %! Zwar waren im Juli 2006 ‚nur noch‘ 294 Tausend arbeitslos, ob das aber bereits eine nachhaltige Trendumkehr bedeutet wie es SPD und PDS vermuten, muß abgewartet werden. Denn die Arbeitslosenquote beträgt in Berlin noch immer um die 18 % im Bundesdurchschnitt sind es hingegen nur um die 11 %. Außerdem erfolgte bereits 2005 auf einen leichten Rückgang im Jahr 2004 ein erneuter Anstieg der Arbeitslosenzahl, was sich durchaus wiederholen könnte.
Die Ursachen für die überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit sind vielfältig. Vor allem sind es die Entlassungen bei Betriebsstillegungen im produzierenden Gewerbe sowie die Auswirkungen der vom Finanzsenator Sarrazin (SPD) konzipierten Sparmaßnahmen des Senats zur Haushaltskonsolidierung. So gingen allein in den 5 Jahren ab 2001 rund 130.000 Arbeitsplätze verloren. Der Stellenabbau in Berlin hatte damit unter Rot-Rot eine neue Dimension erreicht. [mehr]
Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit (SPD) räumte deshalb heute im Tagesspiegel- Interview
ein, daß ein Senat in der kommenden Wahlperiode bei der Industrie alle Hände voll zu tun
haben werde, die noch bestehenden 97.000 Industrie- Arbeitsplätze zu halten [Ed:
1991 waren es immerhin noch 264.000]. Wie das genau gelingen soll, sagte Wowereit nicht. Aber auch die
anderen Parteien bieten bislang keine schlüssige Lösung an. So setzt die CDU auf eine
Förderung des Handwerks und Mittelstands, sagt aber nicht, wie das angesichts des
Berliner
Schuldenbergs bezahlt werden soll.
Berlins künftig Regierende müssen sich aber nun schleunigst etwas einfallen lassen, um die De-Industriealisierung der Stadt endlich zu stoppen und umzukehren, heißt es dann auch bei Politikbeobachtern. Denn der Verlust weiterer Arbeitsplätze sei bereits angekündigt. Zur Stabilisierung des Wirtschaftsstandorts Berlin komme es aber auf einen ausgewogenen Mix aus Jobs im Dienstleistungsbereich und der Industrie an, heißt es. Der Bau eines BBI jedenfalls reiche da nicht. [Wahl-Prognosen]
Mehr zu diesem Thema:
[01.11.2005:
DGB: Stellenabbau in Berlin nimmt dramatisch zu] (BERLINER ZEITUNG)
[01.03.2006:
Arbeitlosigkeit in Deutschland Zahlen und Fakten] (khd-research)
[14.08.2006:
Prognosen für die Berliner Abgeordnetenhaus-Wahl 2006] (khd-research)
[17.08.2006:
Arbeitlosigkeit in Berlin Zahlen und Fakten] (khd-research)
[23.08.2006:
Bilanz: Immer mehr Arbeitslose] (BERLINER ZEITUNG)
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1 = Rotes Rathaus von Berlin, 2 = Fernsehturm, 3 = Alexanderplatz, 4 = Kaufhaus (Galeria Kaufhof), 5 = Berolina-Haus (C&A), 6 = Alexander-Haus (BGB), 7 = Alexa-Projekt (2006 im Bau), 8 = S- und Regional-Bahnhof Alexanderplatz (Stadtbahn- Viadukt von 1882), 9 = Berliner Congress Center (BCC), 10 = Spree, 11 = Ev. St. Marien Kirche. (Repro: 1.6.2006 khd/SenStadtEntw) | |
Die wesentliche Randbebauung des Alexanderplatzes mit bis zu 150 Meter hohen Hochhäusern ist bereits am 2.4.2000 mit dem Bebauungsplan I-B4a festgesetzt worden. Damit ist eine Geschoßfläche von rund 800.000 Quadratmetern planungsrechtlich gesichert. Allerdings wird sie derzeit wg. der dahindümpelnden Berliner Wirtschaft nicht gebraucht. Als einziger Neubau ist 2006 der Alexa- Komplex an der Stadtbahn in Arbeit, wobei die Investoren auf ihren ‚Turm‘ vorerst verzichten. Gebaut wird hier von ausländischen Investoren aus Portugal und Frankreich ein zentrales Einkaufszentrum.
Bereits Anfang der 30er-Jahre war auf ausländische Investoren mehr Verlaß. Denn es waren amerikanische Geldgeber, die um 1930 die beiden Portalbauten (Alexander- und Berolina- Haus) am Berliner ‚Alex‘ bauten. Berlins Senat ist es bislang nicht gelungen, deutsche Investoren vor allem aus der Finanzwirtschaft davon zu überzeugen, daß der Berliner Alexanderplatz genau der richtige Ort ist, um einen Neuanfang mit einer europäischen Börse zu wagen.
Mehr zum Thema Alexanderplatz:
[12302003:
Dokus zum Berliner Alexanderplatz] (Teil 1)
[20042006:
Dokus zum Berliner Alexanderplatz] (Teil 2)
[20062007:
Dokus zum Berliner Alexanderplatz] (Teil 3)
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[Zur Normung des Digital-TVs] (Foto: 8.6.2006 mopo) |
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SPIEGEL-Online berichtete jetzt vorab aus dem neuen Klima- Report 2007 der UNO, der vom internationalen Expertengremiums IPCC vorbereitet wird. Danach sind alle Klimadaten dramatisch. Die vom Menschen verursachte Erderwärmung werde mit hoher Wahscheinlichkeit das Abschmelzen der Polkappen bewirken. Als Folge sind gewaltige Flüchtlingsströme zu erwarten, da durch den steigenden Meeresspiegel Küstengegenden und Inseln unbewohnbar werden.
Für Deutschland bedeutet der Klimawandel Landverluste an den Küste von Nord- und Ostsee, aber auch dramatische Sturmfluten und viele extreme Wettersituationen im ganzen Land. Die beiden letzten Jahre haben davon bereits mit Hitze, Stürmen und Hochwasserfluten einen Vorgeschmack geliefert. Die deutschen Hochseedeiche sind nur noch bis 2030 halbwegs sicher. [Künftiges Klima Deutschlands].
Für die Politik geht es nun darum, die schlimmen Folgen des Klimadesasters zu begrenzen. Dazu müsse allerorten sehr viel Geld in die Hand genommen werden, sagen nicht nur Umweltschützer der ersten Stunde [Ed: das sind vor allem Leute in Großstädten, die wg. der schon seit den 70er-Jahren sich abzeichnenden Klimagefahr ganz bewußt noch nie ein Auto kauften wozu gibt es denn sonst Busse & Bahnen...]. Komme es aber erst zu Völkerwanderungen im großen Stil und daraus resultierenden Kriegsgefahren, dann werde alles noch viel teurer. Das Volumen der deutschen Staatsschulden könne dagegen ein Klacks sein, heißt es.
Mehr zu diesem Thema:
[13.08.2002:
Interview mit Klimaforscher Prof. Schellnhuber] (DER TAGESSPIEGEL)
[03.11.2004:
Dramatische Arktis-Erwärmung] (khd-Page)
[24.03.2006:
Das große Schmelzen] (DER TAGESSPIEGEL)
[01.04.2006:
Hitzewallung über der Antarktis] (SPIEGEL)
[24.04.2006:
Künftiges Klima in Deutschland] (SPIEGEL)
[02.05.2006:
Klimaänderung lässt Niederschläge steigen] (DER TAGESSPIEGEL)
[24.05.2006:
Temperatur steigt schneller] (BERLINER MORGENPOST)
[26.05.2006:
Neuer Uno-Bericht sagt Klimakatastrophe voraus] (SPIEGEL)
[31.05.2006:
Böse Überraschung im Nordpol-Bohrkern] (SPIEGEL)
[31.05.2006:
Klimawandel Alarmstufe Dunkelrot] (DIE ZEIT)
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Ein Hauptbahnhof mit Macken Im Alltagsbetrieb stellten sich dann in den ersten Tagen ganz schnell die Fehler der Bahn und der Planer heraus. Angesichts der prächtigen Architektur des Kreuzungsbahnhofs hätte die Bahn aber auch auf diese Details achten müssen, um den Kunden einen Rundum-Service zu bieten. (√ = erledigt) Stand: 31.5.2006 Last Update: 28.7.2006 (khd) |
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oberen Bahnhof. |
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| √ | |||
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| 4) | |||
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1) Zwischen den unteren und den oberen Bahnsteigen. 2) Das ist peinlich und eindeutig Mehdorns Schuld. 3) Nur eine teure Gepäckabgabe, aber nicht rund um die Uhr. 4) Das wird aber an der Nicht-Kundenorientierung der Post liegen. 5) Es soll mal eines gebaut werden, in die Bügelbauten wollte keines. 6) Denn nicht alle Schalter sind geöffnet. 7) Von den Tunnelgleisen 1/2 und 7/8 muß umgestiegen werden. 8) Wg. miserabler ÖPNV-Anbindung sind viele aufs Auto angewiesen. 9) Wg. der Kreislaufbelastung ist deshalb Vorsicht angesagt. 10) Bei 2 Bahnhöfen übereinander gehören auch 2 Toiletten dazu. 11) Bahnkunden haben schon 15 Minuten warten müssen. Der Zug war weg. |
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Lob und Kritik
Die Architektur- Kritik war dennoch
überwiegend voll des Lobes über das gelungene Symbol der Verknüpfung des europäischen
Eisenbahnverkehrs des Star- Architekten
Meinhard von Gerkan (gmp).
Kritik wurde an der Bauausführung durch die selbstherrliche Bahn laut, da diese das Ost-West- Glasdach
aus fadenscheinigen Gründen um 130 Meter kürzte und der unteren Bahnhofshalle nur eine
Flachdecke von der Stange zubilligte. Und nach der Inbetriebnahme fielen dann einige
Macken des Bahnhofs auf, die eigentlich alle vermeidbar gewesen wären.
Mit dem ‚Hauptbahnhof‘ ist der Eisenbahn- Knoten Berlin aber
noch längst nicht fertig:
Es gibt noch reichlich zu tun.
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In der Nacht zu Sonntag (28.5.2006) starteten in ‚Mehdorns Glaspalast‘ am Berliner Regierungsviertel die ersten regulären Züge. Um 23.56 Uhr fuhr im oberen Bahnhof der Regionalexpress RE 38118 der Linie RE 1 in die Stadt Brandenburg mit 13 Minuten Verspätung ab. Im unteren Bahnhof startete pünktlich um 0.29 Uhr als erster Zug der Regionalexpress RE 38366 der Linie RE 3 vom Gleis 6 ins brandenburgische Eberswalde. Dieser wurde von der Bahn offiziell als erster Zug im neuen Tunnel unter der Innenstadt abgefertigt.
Nach Süden führt dieser Tunnel auf die Anhalter Bahn und die neue Strecke nach Leipzig, die mit neuer Europa- Leittechnik ETCS für Tempo 200 ausgerüstet ist. Die erste Fernzüge düsten erst gegen Morgen durch den Tunnel nach Süden: Um 6.42 Uhr der IC 2154 über Bebra nach Düsseldorf und um 6.52 Uhr dann der schnelle ICE 1713 nach München über Leipzig, dessen Fahrzeit nur noch 6.20 Stunden beträgt. An den versprochenen 3 3/4 Stunden bis München muß also noch etwas (im Thüringer Wald) gearbeitet werden...
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Damit sind auch die beiden Reports Revitalisierung der Anhalter Bahn (119. Edition) sowie Neubau des Lehrter Bahnhofs (78. Edition), die in den letzten Jahren vom khd-research.net baubegleitend nach und nach zusammengestellt wurden, erst einmal abgeschlossen. Und es beginnt die Arbeit am Report Revitalisierung der Dresdner Bahn, für die ja schon so einiges auf Vorrat gebaut wurde. Die Renaissance der Eisenbahn ist angesichts steigender Bezinpreise nicht mehr aufzuhalten und das ist gut so. [Was ist noch zu tun?]
Zur Architektur des neuen Bahnhofs:
[21.05.2006:
Glaspalast mit Wüste] (SPIEGEL-ONLINE)
[22.05.2006:
Eine Reise ins Licht] (DER TAGESSPIEGEL)
[22.05.2006:
Ende eines fast poetischen Bauprojekts] (BERLINER MORGENPOST)
[23.05.2006:
Ungeliebter Torso, strahlender Glaspalast] (BERLINER ZEITUNG)
[24.05.2006:
Eine Voliere der Nostalgie] (DIE ZEIT)
[26.05.2006:
Von Gerkans (nichtgehaltene) Rede zur Hauptbahnhof-Eröffnung] (FOUND-IN-NET)
[31.05.2006:
Ein Hauptbahnhof mit Macken] (khd-Page)
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BERLIN/STETTIN 2.5.2006 (khd/moz). Nur 6 Tage nach dem 20. Jahrestag des Super-GAUs im ukrainischen Tschernobyl wird heute bekannt, daß Polen den Bau eines Atomkraftwerks (AKW) nur 100 Kilometer vor den Toren Berlins an der Oder plant. Polnische Wissenschaftler haben die 25 Kilometer nordöstlich von Schwedt gelegene Stadt Gryfino (Greifenhagen) an der Oder als möglichen Standort für den Bau eines Kernkraftwerks vorgeschlagen. Über entsprechende noch geheime Pläne berichtete heute die Zeitung Glos Szczecinski (Stimme Stettins) sowie die Märkische Oderzeitung.
Als konkrete Bauplätze in der Pommerschen Region werden ein ehemaliger deutscher Truppen- Übungsplatz bei Drawsko (Dramburg) und die Stadt Gryfino an der Oder genannt. In Gryfino existiert schon ein großes Kohle- Kraftwerk. Grundlage der Planungen sei ein Beschluß zur Energiepolitik Polens bis zum Jahr 2025, der bereits im Januar 2005 von der damaligen polnischen Regierung gefaßt wurde, und den man auf der Internet-Seite des Warschauer Wirtschaftsministeriums findet, heißt es.
Darin werde die künftige Nutzung der Atomenergie in Polen unter anderem mit der notwendigen Beschränkung von Treibhaus- Emissionen sowie mit dem stark steigenden Energiebedarf begründet. Weil es bisher in Polen noch keine Atomkraftwerke gebe, müsse zunächst jedoch die gesellschaftliche Akzeptanz für deren Bau erreicht werden, schreiben die Zeitungen. Eine Konsultation deutscher Behörden fand bislang nicht statt. Sollten sich die polnischen Pläne bestätigen, werden von Umweltschützern sehr massive Protestaktionen erwartet.
Im Potsdamer Umweltministerium war von dem polnischen Vorhaben allerdings nichts bekannt. Die
polnische Seite müsste vor dem Bau auf jeden Fall mit uns reden, sagte ein Sprecher. Er
verwies auf eine Vereinbarung zur grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung.
Darin sei festgelegt, daß das jeweilige Nachbarland über Umweltauswirkungen eines grenznahen
Vorhabens informiert werden muß. In Polen regieren derzeit (rechts-) konservative Kreise.
[mehr]
Mehr zu diesem Thema:
BERLIN/LONDON 5.4.2006 (khd). Bereits aufgrund der
umfangreichen Dokumentation ist es so ziemlich klar, daß in London bei der
Ersterprobung am Menschen eines neuartigen Wirkstoffes auf der Basis eines künstlichen
Inzwischen hat die britische Pharma-
Behörde festgestellt, daß das TGN 1412
TeGeneros SuperMAB nicht verunreinigt gewesen ist.
Damit wird die Annahme immer wahrscheinlicher, daß sich dieser quasi am Reißbrett
konstruierte Antikörper im Tier und im Menschen völlig unterschiedlich verhielt weil die
zugrundeliegende Theorie (Paradigma) nicht stimmte. Und sollte es so sein, muß wohl das gesamte
Pharma- Prüfverfahren für solche gentechnisch konstruierten Wirkstoffe total geändert
werden, da eine Vorprüfung im Tierversuch nicht mehr aussagekräftig ist. Nicht nur die
Aufsichtsbehörden haben nun Schularbeiten zu machen.
[mehr]
LONDON 20.3.2006 (khd). Bei der
Ersterprobung
am Menschen eines neuartigen Wirkstoffs auf der Basis eines künstlichen Antikörpers
(SuperMAB) kam
es in London vor einer Woche zu einem Pharma-GAU. Denn alle vorher kerngesunden Versuchspersonen
erkrankten in kurzer Zeit nach der Verabreichung des Stoffes TGN 1412 der Würzburger
BioTech- Firma TeGenero AG so schwer
Es gehörte einmal zum ethischen Selbstverständnis von Medizin- Forschern, risikoreiche
Behandlungsmethoden zunächst im Selbstversuch abzuklären. Die Medizingeschichte ist voll von
prominenten Beispielen. Bei modernen Startup- Forschern ist dieses Bewußtsein nicht mehr vorhanden.
Stattdessen wird der Ersttest am Menschen per Risiko- Kapital delegiert. Wenn nun ein solcher
Startup- Forscher angesichts des
angerichteten
Desasters am 17.3.2006 erklärt, daß es bei den vorangegangenen Tierversuchen keine
Wirkstoff- bezogenen Nebeneffekte gegeben habe, aber bereits 3 Tage später zugeben muß,
daß es doch solche Effekte gegeben habe, dann hat er sich aus dem Kreis seriöser
Wissenschaftler vollends verabschiedet.
Und natürlich muß auch die Rolle der Genehmigungsbehörden in Deutschland
(PEI) und in Großbritannien
(MHRA) samt Ethik- Kommissionen aufgeklärt werden. Lagen
diesen wirklich alle Fakten zur Beurteilung vor? Auch die Warnung in Clinical Immunology von
2002? Wurde bei den Prüfungen auch ein Worst-case- Szenario in Betracht gezogen, wonach sich die
Immunsysteme von Tier und Mensch in entscheidenden Feinheiten unterscheiden könnten, wie im
aktuellen New Scientist von Experten
spekuliert wird? Und könnte es daher sein, daß die der beabsichtigten Medikamenten-
Wirkung zugrundeliegende Theorie nicht stimmig ist? Denn wie kann es sein, daß in keinem der
(vielen) Tierversuche eine Giftigkeit von TNG 1412 festgestellt wird, hingegen bei
allen 6
Menschenversuchen und zwar sofort und
extrem
heftig.
Nur eines ist bereits heute sicher: Die Entscheidungsträger der Studie haben die Natur nicht richtig
verstanden, sonst wäre es garnicht zu dem Desaster und dessen nachhaltigen Folgen gekommen. Ob sie
damit der klinischen (Pharma-) Forschung einen Dienst erwiesen haben, muß abgewartet werden.
[mehr]
Brandenburgs Grüne protestieren
5.5.2006 (khd/maz). Die Brandenburger Grünen forderten inzwischen Ministerpräsidenten Matthias
Platzeck (SPD) auf, gegen die Pläne einzuschreiten. Denn sie seien ein absolutes
Horrorszenario. Der Einsatz dieser unbeherrschbaren Technik in besiedeltem Gebiet, unweit
der Bundeshauptstadt, wäre eine grenzenlose Verantwortungslosigkeit.
[11.06.2001:
Zum Ausstieg aus der Kernenergie Völlig neue Gefahren] (khd-Page)
[02.05.2006:
Polen plant Atommeiler an Oder] (MÄRKISCHE ODERZEITUNG)
[03.05.2006:
Polen erwägt Bau eines Atommeilers an der Oder] (YAHOO-NEWS)
[09.04.2008:
Pläne für Atomkraftwerk in Polen werden konkreter] (DER TAGESSPIEGEL)
Antikörpers (SuperMAB) formal
keine Fehler gemacht wurden es aber dennoch zum Desaster kam. In den Literatur-
Wissenschaften gilt eine solche Situation als echte Tragödie. Im realen Leben
muß aber aus solch tragischem Geschehen sofort und intensiv gelernt werden. Die überkommenen
Regeln der klinischen Pharma- Forschung reichen offensichtlich im GenTech- Zeitalter nicht mehr aus.
Ob sich zur Risiko- Abschätzung auch geeignet aufwendige, dynamische Computer-Modelle eignen, kann
derzeit noch nicht beurteilt werden die Meteorologie arbeitet jedenfalls damit recht
erfolgreich. [Dokumentationen]
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[Anfang Mai 2006: Behörde
will nun Konsequenzen diskutieren]
BERLIN 31.3.2006 (khd).
khd-research dokumentierte u. a. dazu:
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[25.06.2003:
TeGenero entdeckt neues Angriffsziel ihres Wirkstoffkandidaten] (BIOTOP)
[29.06.2005:
Portrait der BioTech-Firma TeGenero AG] (WÜRZBURG)
[08.08.2005:
Antikörper drosselt die Aktivität von Autoimmunkrankheiten] (UNI WÜRZBURG)
[15.03.2006:
Männer nach Medikamenten-Test auf Intensivstation] (SPIEGEL ONLINE)
[17.03.2006:
Rätselraten über die Ursachen des TeGenero-Desasters] (ÄRZTEBLATT)
[17.03.2006:
Behörden nehmen Medikamententest ins Visier] (SPIEGEL ONLINE)
[19.03.2006:
Der Schock im Testlabor] (FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG)
[20.03.2006:
Strengere Auflagen sind umstritten] (HANDELSBLATT)
[20.03.2006:
Tegenero räumt Auffälligkeiten bei Tieren ein] (HANDELSBLATT)
[20.03.2006:
Protein differences may explain drug reaction] (YAHOO-NEWS)
[20.03.2006:
The science behind the human guinea pig drug trial] (THE REGISTER)
[22.03.2006:
Geldmachen um jeden Preis?] (khd-Kommentar 1)
[23.03.2006:
Schauerliches Experiment] (FACTS)
[24.03.2006:
Fatale Nebenwirkungen] (TAZ-Kommentar)
[28.03.2006:
Zwei Briten aus Krankenhaus entlassen] (20-MINUTEN)
[31.03.2006:
Erlebnisbericht: "Ich glaubte zu explodieren"] (20-MINUTEN)
[02.04.2006:
Bericht und Fragen eines Test-Teilnehmers] (THE SUN)
[03.04.2006:
Test-Patienten nur vor leichten Folgen gewarnt] (NETZEITUNG)
[05.04.2006:
Schularbeiten sind zu machen] (khd-Kommentar 2)
[05.05.2006:
Konsequenzen aus dem Studiendesaster um TeGenero-Antikörper] (ÄRZTEBLATT)
[weitere Dokus]
Ausriß aus einem
Artikel auf Spiegel-Online vom 27. März 2006. Man beachte die Datumszeile oben sowie unten die
Zeile mit dem Copyright. In Hamburg ist man unserer Zeit um 44 Jahre voraus! Aber am 29. März war
der Spuk schon wieder vorbei. Eine Erklärung gab's nicht.
BTW, wie ist das nun eigentlich
mit den naturwissen- schaftlichen Leistungen, die der Islam seit dem Mittelalter hervorgebracht hat?
(Screenshot: 28.3.2006 2.08 Uhr MESZ khd)
und heftig, daß sie umgehend auf eine Intensivstation eines Krankenhauses eingeliefert werden
mußten, wo sie um's Überleben kämpfen. Das hat es so noch nie gegeben.
Dieses Pharma-Desaster wirft sehr viele Fragen auf von der Wirkungstheorie, den Regulierungskautelen
der Pharma-Industrie bis hin zur Bioethik, die sich in einem Zeitungsartikel kaum beantworten lassen.
Deshalb hat das khd-research.net versucht, in einer
Dokumentation von Artikeln aus unterschiedlichen Quellen viele Informationen und Vermutungen über
die Ursache des tragischen GAUs (größter anzunehmender Unfall) zusammenzutragen und zu
verlinken. Und es zeigt sich wieder einmal, daß diese Art der Wissensverarbeitung in der
Lage ist, ein erstes Licht ins Dunkel zu bringen. Die Dokumentation beginnt mit dem Artikel
Männer
nach Medikamenten-Test auf Intensivstation vom 15.3.2006 dann den
[mehr]
folgen.
TGN 1412
From Wikipedia,
the free encyclopedia.
Kommentar:
Geldmachen um jeden Preis?
22.3.2006 (khd). Der Skandal-Fall TeGenero wirft viele Fragen auf. So ist es zunächst
sehr ärgerlich, daß wieder einmal die Wissensvernetzung per Internet schnell an die von
Verlegern errichteten Grenzen stößt. Die von der Rheinischen Post
zitierte
Warnung von vor 4 Jahren ist offensichtlich 2002 im Wissenschaftsjournal
Clinical Immunology erschienen. Es
war jetzt aber wg. der aufgestellten ‚Mauthäuschen‘ nicht einmal möglich, den
direkt zu dem Artikel führenden Link zu recherchieren nur den Link! Praktikabel ist also
wieder einmal nur das klassische ‚Footnet‘ der Gang zur nächsten
Uni-Bibliothek...
Diesen Artikel
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[Report zum Lehrter Bahnhof] [Report zur Anhalter Bahn] (Foto: 4.3.2006 DB) [Zum Artikel] |
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