BERLIN 22.1.2010 (khd): [ Zur Kolumne 7 ]
BERLIN 15.1.2010 (khd). Um Deutschlands Finanzen in Bund und Ländern steht es nicht gut. Und das liegt nicht nur an der Finanzmarkt- und Weltwirtschafts- Krise. In diesem Jahr wird eine staatliche Neu-Verschuldung von weit über 100 Mrd. Euro erwartet. Das ist ein Rekord für die Bundesrepublik. Und da sich damit die Gesamtverschuldung der 2-Billionen-Marke nähert, werden in Medien bereits Schreckensszenarien ausgemalt. Ist das bereits berechtigt? Denn von jeder sinnvollen Investition auf Pump haben auch künftige Generationen einen Vorteil (Beispiel: Ausbau von Verkehrsnetzen).
Es ist sehr schwer zu sagen, was eine 2-Billionen- Staatsverschuldung tatsächlich für die deutsche Volkswirtschaft bedeutet. Natürlich wären niedrigere Schulden besser, schon wegen der geringeren Zinslast für die öffentliche Haushalte. Aber die über Jahre angehäuften Schulden müssen wohl auch in Relation zum vorhandenen Staatsvermögen (Grundstücke, Gebäude, Anlagen, Unternehmen usw.) gesehen werden. Nur ist der aktuelle Wert des Vermögens von Bund und Ländern nicht so recht bekannt. Jedenfalls verlief eine entsprechende Internet- Recherche danach negativ. Auch f¸r Wirtschaftsjournalisten war das offensichtlich (noch) kein Thema.
Es wird höchste Zeit, daß sich die staatlichen Institutionen von der Abrechnung der Staatsfinanzen in reiner Ein-/Ausgaben-Darstellung (Kameralistik) verabschieden. Angesagt sind heute auch eine solide Vermögensrechnung sowie die jährliche Vorlage einer echten Staats-Bilanz, aus der die volkswirtschaftliche Gesamtsituation ungeschminkt ablesbar ist. Deutschland hat das bislang so ziemlich verschlafen. Woanders wie in Großbritannien, den Niederlanden und Skandinavien ist man schon weiter.
Mehr zum Thema:
[07.05.2004:
Notruf der Rechnungshöfe] (khd-Page)
[22.01.2010:
Zur Etat-Modernisierung in Deutschland] (HANDELSBLATT)
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BERLIN 2.1.2010 (khd): [ Zur Kolumne 6 ]
BERLIN/BONN 22.12.2009 (khd/info-radio). Die Bahn-Manager erhielten heute aus Bonn vom
Eisenbahnbundesamt (EBA) die Quittung für ihre jahrelangen
Saumseligkeiten bei der
Berliner S-Bahn. Die nach 15 Jahren auslaufende Betriebsgenehmigung wurde von der Aufsichtsbehörde
wg. erheblicher Sicherheitsbedenken nur noch um 1 Jahr bis Ende 2010 verlängert üblich
wären weitere 15 Jahre gewesen. Zugleich stellte das EBA fest, daß die Erlaubnis jederzeit
entzogen werden könne, sollte das Unternehmen nicht den gesetzlich vorgeschriebenen sicheren
Betrieb gewährleisten.
Auch über Weihnachten hält bei der S-Bahn der eingeschränkte Betrieb mit verkürzten
und seltener fahrenden Zügen an. Als jetzt die ersten Schneeflocken und das Thermometer unter Null
fielen, kam es zu weiteren Zugausfällen wg. Kälte-Störungen. Vor den noch
verbliebenen Werkstätten stauen sich die zu wartenden und zu reparierenden S-Bahn- Züge. Eine
Ende der Berliner Nahverkehrsmisere ist nicht in Sicht. Gerüchte besagen, daß es noch Jahre
dauern könnte.
[Management-Fehler bei der S-Bahn]
Mehr zum Thema:
[01.07.2009:
S-Bahn-Chaos überraschte Berliner] (DER TAGESSPIEGEL)
[09.07.2009:
Berliner S-Bahn droht das Aus] (khd-Page)
[29.12.2009:
S-Bahn fährt frühestens 2013 normal] (DER TAGESSPIEGEL)
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Der moderne durch reichlich Elektronik aufgepeppte Maschinenbau gerät immer häufiger zum Vabanquespiel. Bahnen sind heutzutage oft nicht einmal mehr winterfest. So versagten dieser Tage die Eurostar- Züge im Tunnel unterm Ärmelkanal ihren Dienst. Gleich 5 Züge blieben bei Winterwetter im 50 km langen Tunnel stehen. Schlichtes Kondenswasser hatte deren Elektronik lahmgelegt, so daß Reisende rund 16 Stunden ausharren mußten. Erst dann konnten die havarierten Züge aus dem Tunnel geschleppt werden.
Auch bei der Deutschen Bahn vermag schon eine Schneeflocke hochkant gefallen ganze Züge aus dem Verkehr zu ziehen, wie das jetzt im Weihnachtsverkehr bei den ICEs mit Neigetechnik (ICE-T) passierte. Über Weihnachten mußte auf der Strecke Berlin Leipzig Nürnberg München jeder zweite ICE ausfallen, da zu viele ICEs in den Werkstätten auf Reparaturen warteten. Ersatzzüge vom IC-Typ stellte die Bahn aber nicht bereit.
Die Bahn verfügt sowieso nicht mehr über genug Waggons und Lokomotiven,
die sich jahrzehntelang bewährt haben. Offensichtlich ist das bereits alles
abgewrackt worden obwohl noch intakt gewesen, damit es bloß nicht
in die Hände der Konkurrenz fällt. Die Deutsche
Bahn (DB) kann so kaum noch auf Reserven zurückgreifen. Auch diese vom früheren
Bahnchef Mehdorn zu verantwortende enorme Fehlplanung ist ein Ergebnis des noch
immer vorgesehenen DB-Verkaufs an der Börse. Der aber ist ein Irrweg, der
ausschließlich zu Lasten der Bürger geht. Die nun seit einem halben Jahr
andauernde S-Bahn-Krise in Berlin hat überdeutlich gezeigt, zu welchen fatalen
Ergebnissen der DB-Einsparkurs führt.
Wann endlich stoppt die Bundesregierung diesen Wahnsinn?
Mehr zu diesem Thema: (bei fehlenden Links
Suchmaschine benutzen)
[19.12.2009:
Winterdesaster für den Eurostar] (DEUTSCHE WELLE)
[23.12.2009:
Neige-ICE ist nicht winterfest] (SPIEGEL-ONLINE)
[23.12.2009:
Berlin-München: Bahn kann keine ICE-Ersatzzüge bereitstellen ] (SPIEGEL-ONLINE)
[27.12.2009:
Ein Fest in vollen Zügen] (DER TAGESSPIEGEL)
[30.12.2009:
Deutsche Bahn: Der Chef ist gefordert] (DER TAGESSPIEGEL)
[07.01.2010:
S-Bahn Berlin: Stillstand, der rasend macht] (DER TAGESSPIEGEL)
[08.01.2010:
Berlin rüttelt am S-Bahn-Monopol der Bahn AG
KOPENHAGEN/POTSDAM 7.12.2009 (khd/sp). In Dänemarks Hauptstadt beginnt heute die UN-
Klimakonferenz. Delegierte aus 192 Ländern der Erde beraten in den nächsten 2 Wochen, wie die
Erderwärmung und damit der bereits eingetretene Klimawandel begrenzt werden soll. Ziel der Konferenz
ist, sich auf ein international verbindliches Abkommen zur Reduzierung des Ausstosses von Treibhausgasen
wie dem Kohlendioxid (CO2) zu einigen.
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| Dies ist der letzte wissenschaftliche Aufruf an die Unterhändler von 192 Staaten, den Klimaschutz-Zug in Kopenhagen nicht zu verpassen. | |
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Stellte Prof. Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimaforschung, am 24.11.2009 bei der Vorstellung des Ergänzungsberichts fest. |
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Ende November 2009 legten nun einige führende Klimaforscher, darunter Prof. Hans-Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimaforschung (PIK), einen alarmierenden Bericht vor, wonach der Klimawandel schneller als bislang erwartet ablaufen könnte. In diesem Bericht Copenhagen Diagnosis wird u. a. festgestellt:
Sowohl der grönländische als auch der antarktische Eisschild verlieren zunehmend an Masse und
tragen zum Anstieg des Meeresspiegels bei. Dies zeigen Satellitendaten und direkte Messungen.
Das arktische Meereis schwindet deutlich schneller, als nach den Vorausberechnungen zu erwarten war: So
war der Eisverlust in den Sommern 2007, 2008 und 2009 jeweils rund 40 % größer als der
Mittelwert der Simulationsrechnungen, die im 4. Weltklimabericht vom Februar 2007 stehen.
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2008 wurden rund 40 % mehr Kohlendioxid aus fossilen Quellen freigesetzt als 1990. Selbst wenn
die Emissionen nicht weiter zunähmen, wäre schon innerhalb von 20 Jahren das Emissionsbudget
aufgebraucht, das der Welt noch zur Verfügung steht, wenn die globale Erwärmung auf
höchstens 2 Grad begrenzt werden soll, schreiben die Klimaforscher in dem Bericht.
Der Zeitrahmen für Maßnahmen gegen den Klimawandel hat sich dadurch nach Meinung der Klimaforscher deutlich verengt. Der globale Treibhausgasausstoß müsse daher schon in 5 bis 10 Jahren seinen Höhepunkt erreichen und anschließend schnell abnehmen, damit die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels vermieden werden können.
Es besteht also für Poliker aus aller Welt ein sehr dringender Handlungsbedarf. Sie müssen sich
in Kopenhagen auf ein nachhaltig wirkendes Klima-Abkommen einigen. Kurz vor Weihnachten werden wir
wissen, ob die Politiker ihrer Verantwortung für das Wohlergehen der Erde gerecht geworden
sind.
Die Delegierten von 192 Nationen darunter viele Staatschefs konnten sich nicht auf ein
neues Abkommen einigen. Herausgekommen ist nur eine Kopenhagener Erklärung, die von der
Versammlung lediglich zur Kenntnis gekommen wurde. Darin werden aber nur Absichten verkündet.
Unstrittig ist wenigstens, daß die Erderwärmung unter 2 Grad bleiben muß. Das war nicht
immer so. Wie das aber geschehen soll, bleibt ungewiß.
Bis 2012 gilt noch das
Kyoto-Protokoll, an dem aber die Haupt-
Klimasünder USA und China nicht beteiligt sind.
[Klima-Fakten]
HAMBURG 23.11.2009 (khd/sp). Im aktuellen Spiegel (Heft 48/2009, Seite
7283) wird der Frage nachgegangen, warum nach der Jahrhundertkrise schon die nächste droht.
Seit Herbst 2008 wurden von den Notenbanken in aller Welt Billionen billigen Geldes in die
Finanzmärkte gedrückt, um damit die Weltwirtschaftskrise zu bekämpfen. Aber die Banken
steckten dieses Geld kaum in die reale Wirtschaft, sondern begannen damit erneut im Großstil zu
spekulieren. Und schon wieder haben sich Real- und Finanz-Wirtschaft voneinander abgekoppelt.
Möglich wurde das dadurch, daß es den
G20-Ländern auf 3 Konferenzen (Washington 2008, London und Pittsburgh 2009) nicht
gelang, mit einem Sofortprogramm Banken und Spekulanten an die kurze Leine zu legen. Dem Versprechen, die
Finanzmärkte zu regulieren, sind jedenfalls bislang keine Taten gefolgt. Dieser eklatante Fehler
könnte sich schon bald rächen. Denn es bedarf nur eines kleinen Funkens (wie wäre es diesmal mit
einem hochverschuldeten Staat, der sich plötzlich als bankrott erklärt), um die brisante
Finanz-Bombe explodieren zu lassen.
Mehr zum Thema:
Es gibt aber auch noch andere Länder wie Griechenland oder die Ukraine, denen als Folge der Finanz-
und Wirtschaftskrise ein Staatsbankrott droht. Besonders das EU- und Euro-Land Griechenland gilt derzeit
als Zeitbombe. Hier könnte 2010 die Zahlungsunfähigkeit eintreten. Griechenland
steht vor dem wirtschaftlichen Abgrund und bedarf dringend der Hilfe der Europäischen Union.
[mehr]
Mehr zum Thema:
Betroffen ist ein Zug der etwas älteren
Baureihe 480, die bislang nur durch
leichte
Entzündlichkeit aufgefallen war. Es könnte sich aber auch um einen Gleisschaden handeln,
der diese Entgleisung herbeiführte. Sollte sich das bewahrheiten, dann stellt sich
erneut die Frage
nach der Zuverlässigkeit der Deutschen Bahn bei der Wartung und Instandhaltung der
Gleisanlagen.
Es handelt sich dabei um einen Zug der
Baureihe 480, die zwischen 1986 und 1994 gebaut worden sind. Die Bahn teilte dazu
mit, eindringendes Wasser habe einen Kurzschluß verursacht, was zur Fehlfunktion der Türen
geführte habe. Das Eisenbahnbundesamt (EBA) sei über den Vorfall als gefährliches
Ereignis informiert worden. Alle Züge der Baureihe 480 sollen nun überprüft werden.
[mehr]
BERLIN 9.11.2009 (khd):
[ Zur Kolumne 5 ]
BERLIN 3.11.2009 (khd/pep/ftd). Nur 5 Jahre nach dem Kauf wollen die GSW-Eigner, die
Finanzinvestoren Cerberus und Whitehall (Goldman Sachs), die GSW wieder verkaufen. Fürs Frühjahr 2010 wird zusammen mit der Deutschen
Bank ein Börsengang geplant. Das berichtete gestern Abend exklusiv die Financial Times
Deutschland
im Internet. Es wird ein Erlös von etwa 1 Mrd. Euro erwartet. Der Berliner Senat
hatte 2004 die größte Berliner Wohnungsbaugesellschaft GSW mit rund 70.000 Wohnungen für
nur 0,4 Mrd. Euro an das Heuschrecken- Konsortium notverkauft.
[weiter]
BERLIN 29.10.2009 (khd). Zwar muß abgewartet werden, wie die neue Bundesregierung das
im Koalitionsvertrag vom 24.10.2099 aufgeschriebene Regierungsprogramm in den
nächsten 4 Jahren in die Tat umsetzt.
Das sei blanke Illusion, die da die neue Koalition verbreitet. Denn etliche gestandene Ökonomen
haben ausgerechnet, daß dazu die Wirtschaft jährlich um mehr als 10 % wachsen
müßte. Das sind aber Zuwachsraten, die es nach 1945 in Deutschland noch nie gegeben hat. Und
gerade jetzt in der Wirtschaftskrise sei ein solch starkes Wachstum noch sehr viel
unwahrscheinlicher, heißt es. Zudem hat die
OECD unlängst in einer Studie nachgewiesen,
daß in der Vergangenheit Steuersenkungen kaum meßbare Effekte auf das Wachstum
einer Volkswirtschaft geliefert haben.
Und so wird unterm Strich der Regierung nichts anderes übrigbleiben, bis 2013 die Mehrwertsteuer zu
erhöhen vielleicht sogar von derzeit 19 auf 25 %. Jedenfalls sind höhere Abgaben und
Steuern nur noch eine Frage der Zeit. Irgendwie müssen schließlich die Folgen der
Finanzmarktkrise real bezahlt werden. Ein Wirtschaftswunder ist jedenfalls nicht in Sicht.
Mehr zum Thema Klima:
[02.02.2007:
Grafiken zum 4. UN-Klimabericht] (IPCC)
[15.10.2007:
Kanadisches Foxe Basin Ende September 2007 eisfrei] (ESA-Foto)
[00.12.2007:
Ergebnisse der Klima-Konferenz von Bali]
[27.08.2008:
Nordost- und Nordwestpassage erstmals gleichzeitig eisfrei] (SPIEGEL-ONLINE)
[13.12.2008:
Ergebnisse der Klima-Konferenz von Posen]
[12.06.2009:
Bonner Klimaschutzverhandlungen: Uneinig in die Katastrophe] (taz)
[09.07.2009:
Auf gemeinsames Klimaschutzziel verständigt] (YAHOO-NEWS)
[24.11.2009:
Forscher warnen vor blitzartigem Klimawandel] (SPIEGEL-ONLINE)
[24.11.2009:
The Copenhagen Diagnosis] (PIK)
[03.12.2009:
Klimaschutzstreit vor Kopenhagen] (SPIEGEL-ONLINE)
[19.12.2009:
Klima-Konferenz endet im Fiasko] (FRANKFURTER RUNDSCHAU)
[19.12.2009:
Kopenhagen-Bilanz] (SPIEGEL-ONLINE)
Weltpolitik handelt nicht
KOPENHAGEN 19.12.2009 (khd/dw/d-radio). Die in Kopenhagen versammelten Politiker aus aller
Welt sind ihrer Verantwortung fürs künftige Klima auf der Erde nicht gerecht geworden. Der
Klima-Gipfel von Kopenhagen ist heute Nacht gescheitert. Die 12-tägige Konferenz endete ohne
konkrete und verbindliche Klimaschutzziele.
Mit einer exzessiven Geld- und Schuldenpolitik wollten die Regierungen in aller Welt die Krise
bekämpfen und haben so die Grundlage für die nächste geschaffen: An den
Finanzmärkten hat sich schon wieder eine Spekulationsblase gebildet. Die Frage ist nicht, ob,
sondern wann sie platzt, heißt es. Das ist der Tat Wahnsinn 2.0.
 
Die neue Finanz- regulierung wird größtenteils ein Witz sein.
Sagt Investment-Experte Ed Yardeni. Mit einem 200-Millionen-Dollar-Lobbying will die US-Finanzindustrie
jegliche Regulierung verhindern.
[30.05.2008:
Finanzmärkte dürfen uns nicht regieren] (DER TAGESSPIEGEL)
[05.10.2009:
Kritik vom Präsidenten] (khd-Page)
Ein Signal aus der Wüste
DUBAI/LONDON 26.11.2009 (khd/d-funk). Die Finanzverfassung des Emirats Dubai am Persischen
Golf könnte ein solcher Anlaß (Funke) sein. Weltweit sind Finanzhändler in Aufruhr
geraten, da sich gestern Dubai faktisch für zahlungsunfähig erklärte. Dubai bat bei einer
jetzt fälligen Staatsanleihe in Höhe von 3,5 Mrd. Dollar um Rückzahlungsaufschub bis Mai
2010. Der Wüstenstaat mit seinen rund 1,2 Mio. Einwohnern soll insgesamt mit 80 Mrd. Dollar
international verschuldet sein. Besonders britische Banken sollen sich in Dubai stark engagiert haben. Ob
von diesem Quasi- Staatsbankrott eine die Krise verschärfende neue Schockwelle ausgeht, wird sich in
den nächsten Wochen zeigen.
[mehr]
[26.07.2009:
Dubai: Finanzkrise löst Massen-Exodus aus] (KURIER, Wien)
[27.11.2009:
Dubai-Schock: Wall Street reagiert mit Ausverkauf] (SPIEGEL-ONLINE)
[30.11.2009:
Geldnot in der Märchenwelt] (SPIEGEL 49/2009, Seite 9294)
[03.12.2009:
Dubai-Krise belastet britische Banken] (SPIEGEL-ONLINE)
BERLIN 22.11.2009 (khd/info-radio). Die
Pannen-Serie
bei der Berliner S-Bahn nimmt kein Ende. Heute früh ist in der Nähe des Bahnhofs Grünau
wieder ein S-Bahn-Zug entgleist. Die Ursache der Entgleisung in einem Weichenbereich ist noch unbekannt.
Personen kamen nicht zu Schaden, da der leere Zug sich auf einer Rangierfahrt befand. Die Eisenbahn-
Aufsichtsbehörde EBA beschlagnahmte den entgleisten Waggon und hat mit Untersuchungen begonnen.Also doch die Gleise?
BERLIN 24.11.2009 (khd/tsp/ag). Nach Agenturmeldungen sollen an diesem Unfall weder Räder
noch Bremsen des S-Bahn-Zuges schuld gewesen sein. Das habe inzwischen das EBA festgestellt
(könne inzwischen ausgeschlossen werden), heißt es. Bei den bislang aufgetretenen
Unregelmäßigkeiten bei der BR 481 waren es hingegen die Räder und Bremsen, die marode waren.
Allerdings seien beim entgleisten Zug schon vorher laufuntypische Geräusche aufgefallen,
berichtet heute der Tagesspiegel. Die EBA- Untersuchungen zur Unfallursache dauern an.Mangelhafte Wartung war’s
BERLIN 1.12.2009 (khd/info-radio). Die Aufhängung eines Fahrmotors soll defekt
gewesen sein, was dann zur Entgleisung führte. Als der S-Bahn-Zug jetzt im Schritt- Tempo zur
Werkstatt nach Schöneweide gefahren wurde, kam es zu einem weiteren Zwischenfall. Der Zug
zerriß plötzlich in 2 Teile, da eine Kupplung defekt war. Angeblich sollen bei der Kupplung
die Schrauben nicht angezogen worden sein. Das erfuhren Journalisten aber erst auf Nachfrage.
[mehr]
Die Bahn selbst machte dazu keine Mitteilung. Die Bahn hat also nach wie vor ein Wartungsproblem sowie
ein großes Kommunikationsproblem mit der Öffentlichkeit. Und eine Besserung ist nicht in
Sicht.
 
Wie kann so ein höchst- gradig gefährliches Versagen so leicht vorkommen
durch einen einfachen Kurzschluß? Gibt es da überhaupt keine Sicherungen?
Unglaublich...
Kommentierte ein Tagesspiegel-Leser diesen gefährlichen Vorfall bei der Berliner S-Bahn.
Erneut gefährliche S-Bahn-Panne
BERLIN 3.12.2009 (khd/tsp/info-radio). Bei der Berliner S-Bahn gibt es schon wieder ein
technisches Problem. Gestern Vormittag öffneten sich bei einem Zug der Linie S 8 während voller
Fahrt zwischen den Bahnhöfen Schönhauser Allee und Bornholmer Straße plötzlich die
Türen. Glück im Unglück: Fahrgäste kamen dabei nicht zu Schaden. Die Bahn spricht von
einem Einzelfall.
Mehr zum Thema Berliner S-Bahn:
[09.07.2009:
Berliner S-Bahn droht das Aus] (khd-Page)
[10.07.2009:
Link-Liste zum Berliner S-Bahn-Chaos] (khd-research)
[19.07.2009:
S-Bahn-Chefs, erfolgreich wie eine Armee] (DER TAGESSPIEGEL)
[30.11.2009:
S-Bahn-Zug teilt sich während der Fahrt] (BERLINER MORGENPOST)
[04.12.2009:
S-Bahn-Türen öffnen sich während der Fahrt] (DER TAGESSPIEGEL)
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Aber das Vertragswerk enthält eine neo-liberale Zumutung der besonderen Art: Die Erwartung von
Schwarz-Gelb, allein mit einer großen Steuersenkung von 24 Mrd. Euro/Jahr letztendlich ein
wesentliches Mehr an Steuereinnahmen durch Wirtschaftswachstum erzielen zu können, das alle
staatlichen Finanzierungssorgen in der Zukunft löst. Und das Ganze soll auf Pump
geschehen erhöht also die bereits enorme
Staatsverschuldung.
 
Ich bin davon überzeugt, daß die Steuersenkungen im Endeffekt zu mehr
Wirtschaftswachstum führen, daß aus einem anfänglichen Einnahmeminus also ein
Einnahmeplus wird.
Das sagte Rainer Brüderle (FDP), der neue Bundeswirtschaftsminister, im Tagesspiegel- Interview
Striktes Sparen wäre ganz falsch (30.10.2009, Seite 18), in dem er die Pläne von
Schwarz-Gelb energisch verteidigte.
Wenn dann wieder Vernunft eingezogen ist
30.10.2009 (khd). Nach einer aktuellen Umfrage glauben mehr als 2/3 der Bundesbürger nicht daran,
daß die neue Bundesregierung die Krise mit Steuersenkungen in den Griff kriegen wird. Nur 29 % der
Befragten glauben an Wunder.
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Die Grafik zeigt es: Das Ergebnis ist katastrophal. Es wurde 2010, bis Google die Aktualisierung geschafft hat. Die Daten wurden seit dem 28. Juni 2009 (Tag 0) ermittelt. Die eingezeichneten Marken bedeuten: E1 = Google zeigt mehr Treffer an, als auf dem Server überhaupt vorhanden sind. E2 = Google springt plötzlich auf einen älteren ‚Erkenntniszustand‘ zurück. E3 = Beim Server 2 geht das bereits erreichte Ergebnis in der 9. und 10. Woche wieder zurück (Kurve steigt leicht an). E4 = In der 12. und 13. Woche geht erneut beim Server 2 das bereits erreichte Ergebnis wieder zurück. (Grafik: ab 16.8.2009 siehe Inset khd-research) [Zum Artikel] |
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BERLIN 24.10.2009 (khd). Google beherrscht heute als Quasi-Monopolist den Suchmaschinen-Markt im Internet. Eine Frage, die sich schon mancher stellte: Wie aktuell sind eigentlich die von Google dem Nutzer angebotenen Suchergebnisse? Manches ist oft tagesaktuell anderes auch nicht, was sich dann beim Besuch der entsprechenden
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| Googles Aktualität läßt allzuoft sehr zu wünschen übrig. | |
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Das sagen nicht nur Internet-Nutzer der ersten Stunde. Auch wenn vom Seiten- Anbieter Site-maps zur Verfügung gestellt werden, übersieht Google beim regelmäßigen Robot-Besuch jede Menge aktualisierte Webseiten. |
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Zur Testsituation: Anfang 2009 wurden auf verschiedenen eigenen Servern vielen Webseiten, die Google bereits bekannt waren, eine spezielle Zeichenfolge wie beispielsweise _xyz_ hinzugefügt (im Test wurde eine andere Kennung verwendet!), die mit Sicherheit sonst nirgendwo in allen Inhalten vorkam. Nach dem Hochladen dieser Dateien, das nach und nach erfolgte, wurde dann beobachtet, wieviel Seiten davon Google erkannt hat. Dazu wurde folgende Suchanfrage gestellt: _xyz_ site:server-domain. Als dann alle Seiten mit dieser besonderen Zeichenkette von Google erkannt wurden, wurde diese in nur wenigen Stunden alle wieder entfernt und mit der eigentlichen Messung begonnen, deren Ergebnisse in der Grafik dargestellt sind.
Die Grafik zeigt es bereits: Das Ergebnis ist katastrophal. Google ist bei normalen Webseiten nicht in der Lage, diese in einer annehmbaren Zeit alle neu zu indizieren. Es wird weit über 140 Tage immerhin über 20 Wochen gedauert haben, bis der simple Indizier-Job vollständig erledigt sein wird. Zudem fallen einige Merkwürdigkeit auf (E-Marken in der Grafik), für die es noch keine Erklärung gibt. Ein Fazit: Google verfügt nur über ein begrenztes Teilabbild des Internets aus der Vergangenheit!
Vermutlich trödeln und hudeln auch andere Suchmaschinen beim Nachindizieren ihnen bereits bekannter Webseiten. Das konnte aus technischen und praktischen Gründen nicht getestet werden. Vielleicht untersuchen das einmal Institutionen, die sich auch sonst um die Qualität von Angeboten im Internet kümmern. Bemerkenswert ist ein Nebenergebnis des erfolgten Aktualisierungtests. Google bevorzugt beim Nachindizieren ganz offensichtlich PDF-Dokumente gegenüber den HTML-Seiten.
Mehr zum Thema Suchmaschinen:
Nicht nur prominente Mediziner sprechen von Skandal und fordern nun, daß auch für
die Bevölkerung dieser verträglichere Impfstoff Celvapan H1N1 der Firma
Baxter
zur Verfügung gestellt wird, bei dem mit weniger Nebenwirkungen wie Kopf- und Gliederschmerzen zu
rechnen ist sowie das Schadensrisiko geringer ist. Das sei für Kinder und Schwangere besonders
wichtig. Schließlich komme auch der bewährte saisonale Impfstoff ohne solche
Impfverstärker aus. Auch in den USA werde jetzt ohne Adjuvans geimpft, heißt es.
[mehr]
HAMBURG 13.10.2009 (khd):
[ Zur Kolumne 4 ]
BERLIN 5.10.2009 (khd/ard). Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) feiert in Berlin seinen
60. Geburtstag. In seiner Festrede übte Bundespräsident Horst Köhler deutliche Kritik an
der bisherigen Bewältigung der Finanzkrise. Im Internet
schreibt die ARD
(Tagesschau.de) dazu:
Auf den internationalen Finanzmärkten seien schon wieder Hütchenspieler [Ed: ein
Synonym für Betrüger] zu beobachten, die auf den Rohstoffmärkten spekulierten
oder undurchsichtige Derivategeschäfte verfolgten. Ich sehe das Monster noch nicht auf dem Weg
der Zähmung, warnte Köhler. Das Prinzip Hoffnung reiche nicht aus, um diese Gefahr zu
bannen. Auch habe die Diskussion darüber, wer die Kosten der aktuellen Krise trage, noch nicht
ernsthaft begonnen.
Köhler appellierte zugleich an die Gewerkschaften, ihr Gewicht bei der Lösung der Krise
einzubringen. Eine grundlegende Reform der Weltfinanzordnung verlangt auch die Beteiligung der
Gewerkschaften, sagte er. Gleichzeitig sprach Köhler sich für mehr soziale Teilhabe und eine
Kultur der Mitbestimmung in den Betrieben aus. Arbeit für alle müsse ein vorrangiges
politisches Ziel bleiben.«
[mehr]
Und nun ist die Frage, ob sich schon mal die CDU, FDP und CSU bei ihren Koalitionsverhandlungen auf eine
bessere Krisenbewältigung einstellen werden. Denn Köhlers Kritik richtet sich ganz besonders an
die Parteien, die noch immer und überall an das große Wirtschaftswachstum glauben.
27.9.2009 18.00 Uhr (khd). Die ARD-Prognose besagt, Schwarz-Gelb werde eine klare
Mehrheit erreichen. Die SPD verliert dramatisch an Stimmen. Es könnte das schlechteste
SPD-Ergebnis seit 1949 werden.
[Das Wahlergebnis]
Das hat zwar keine Auswirkung auf das Parlament, da unser Wahlrecht keinerlei Korrektur aufgrund der
Wahlbeteiligung vorsieht. Aber im Bundestag werden nun nur noch 2/3 (65,7 %) der Wahlberechtigten durch
Abgeordnete repräsentiert. Und regiert demnächst eine CDU/CSU-FDP-Koalition, dann stehen
dahinter nur rund 1/3 (33,8 %) der Wahlberechtigten eine klare Minderheit! Das sollte Anlaß
zum Nachdenken sein.
Dieses Nachdenken sollte in den nächsten Monaten zu einer breiten Grundsatz- Diskussion über
unser Wahlrecht führen. Nach 60 Jahren Bundesrepublik sollte das jetzt möglich sein. So
muß überlegt werden, ob und wie die Wahlbeteiligung auf das Ergebnis einen Einfluß haben
sollte. Vielleicht sollte der Bundestag eine feste Größe erhalten. Die eine Hälfte der
Abgeordneten wird wie bisher durch Direktwahl von Wahlkreis- Kandidaten ermittelt. Die Zweitstimme
bestimmt dann aber nur die Anzahl Abgeordneter für die andere Hälfte des Bundestags, wobei die
Nichtwähler durch freibleibende Sitze (evtl. nur teilweise) berücksichtigt und die Direktsitze
nicht verrechnet werden. Dabei gibt es auch keine Überhangsmandate. Zu bedenken ist allerdings,
daß das eine Fast-Abkehr vom Verhältniswahlrecht bedeuten würde.
Zwei andere wichtige Themen beziehen sich auf die Teilhabe der Bürger an der Bundespolitik. So
müssen endlich in Sachfragen Volksbegehren und Volksentscheide auf der Bundesebene eingeführt
werden. Auch gibt es bereits Vorschläge wie den Bürgern ein Einfluß auf die Auswahl der
Kandidaten gewährt werden kann. Auch dieses sollte jetzt endlich einmal ausdiskutiert werden und
dann in die mehr Demokratie ermöglichende Tat umgesetzt werden.
[Tagesspiegel-Kommentar]
[Die Koalitionsverhandlung]
[Das neue Bundeskabinett]
Das DeutschlandRadio Kultur hat in der
letzten Nacht in einer Lange Nacht von der Armut schon mal den bereits heute von der Politik
erreichten Zustand in vielen Einzelheiten beschrieben. Die Wut der zu Wort gekommenen Betroffenen ist
verständlich und sie wird ebenfalls ansteigen, zumal falls tatsächlich Schwarz-Gelb das Land
nicht christlich sondern marktradikal
regieren sollte.
[weiter zum Krisen-Blog 5]
Mehr zu diesem Thema:
Wer auch immer regieren wird, auf die nächste Bundesregierung kommen in den nächsten Monaten
ganz besondere Herausforderungen zu. Denn die von den Banken verursachte Finanzsystemkrise wird dann
besonders merkbar werden durch ein starkes Ansteigen der
Arbeitslosigkeit. Es
könnten durchaus 5 Millionen und mehr erreicht werden. Noch haben weder Union noch SPD (und die FDP
schon gar nicht) einen wirklichen Masterplan, wie dieser Situation begegnet werden soll. Beide hoffen auf
Wirtschafts-Wachstum, was aber nicht so schnell zu erwarten ist.
[Nutzen Sie den Wahl-O-Mat der BPB]
[Das war die Bundestagswahl 2005]
[12.12.2003:
Nur die Kasse zählt Vom Niedergang renommierter Suchmaschinen ] (khd-research)
[16.06.2004:
Neue Suchmaschinen braucht das Internet] (khd-Page)
[20.06.2004:
Nix Qualität nur die Kasse zählt] (khd-Kommentar)
BERLIN 17.10.2009 (khd/sp/d-radio). In Deutschland soll nun am 26. Oktober mit
der Impfung gegen die Schweinegrippe begonnen werden. Geimpft wird mit dem neu entwickelten Impfstoff
Pandemrix des Herstellers GlaxoSmithKline, dem ein Wirkungsverstärker AS03 sowie das umstrittene
Konserierungsmittel Thiomersal (eine Quecksilberverbindung) zugesetzt sind. Deshalb gab es jetzt noch
einmal Streit um die von Deutschland bestellten Impfstoffe, als bekannt wurde, daß die Bundeswehr
einen Impfstoff ohne Wirkungsverstärker
(Adjuvans) und
Konservierungsstoff eingekauft hat, mit dem auch unsere Spitzenpolitiker geimpft werden sollen.
Schweinegrippe-Virus H1N1.
(ElMi-Foto: 4.2009 nn)
[AKTUELLER STAND]
Skandal-Entwarnung
BERLIN 20.10.2009 (khd/d-radio). Es kann wohl Skandal- Entwarnung gegeben werden. Denn als
vor Jahren das Beschaffungsamt der Bundesregierung angesichts der drohenden Vogelgrippe bei Baxter
vorsorglich einen Pandemie-Impfstoff bestellte, war nicht klar, wie dieser zusammengesetzt sein
würde. Baxter soll damals schlichtweg das günstigste Angebot gemacht haben. Die Bundesregierung
beteuerte gestern, daß es keinen Regierungsimpfstoff mit Vorgaben zur Qualität
oder Zusammensetzung gebe.
[mehr]
Mehr zu diesem Thema:
[14.08.2009:
Experten diskutieren den Nutzen der Massenimpfung] (DIE ZEIT)
[19.08.2009:
Der neue Kampf gegen die Impfkritiker] (DER TAGESSPIEGEL)
[20.08.2009:
Neues von der Mexikanischen Grippe] (BSE-Page)
[18.10.2009:
Spezieller Impfstoff für die Regierung] (STERN-ONLINE)
.
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»Bundespräsident Horst Köhler hat weitere staatliche Maßnahmen zur Eindämmung
der weltweiten Finanzkrise gefordert. Die Beschlüsse des G20-Gipfels in Pittsburgh reichten nicht
aus. Denn dadurch sei eine Wiederholung der Krise nicht ausgeschlossen, erklärte er beim Festakt zum
60-jährigen Jubiläum des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Berlin. Eine solche Krise
aber mit hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen, muss doch der Maßstab sein, an dem wir den
Erfolg der internationalen Bemühungen messen, sagte Köhler.
 
Ich sehe das Monster noch nicht auf dem Weg
der Zähmung.
Das sagte Bundespräsident Horst Köhler am 5. Oktober 2009 in Berlin.
BERLIN 27.9.2009 (khd). Heute kann von rund 62 Mio. Deutschen eine neue Bundesregierung
gewählt werden. Bei dieser Bundestagswahl stehen sogar 27 Parteien zur Auswahl. Dennoch hat der
Bürger diesmal genau besehen nur die Auswahl zwischen 2 möglichen Regierungen. Zu
erwarten ist, daß 5 Parteien ins Parlament kommen (mit der nur in Bayern wählbaren CSU sind es
6). Aber alle Parteien haben sich vor der Wahl so ‚geschickt‘ positioniert, daß der
Wähler durch seine Wahl entweder eine schwarz-gelbe Regierung oder eine schwarz-rote Große
Koalition bewirken kann. Alles andere ist kaum realistisch. Und wer das Rennen macht, ist nach den
allerletzten Umfragen noch völlig offen.
Das Ergebnis der Bundestagswahl vom 27. September 2009. Die Nichtwähler- Partei ist gegenüber
2005 von 22,4 % auf 29,2 % angestiegen und damit nun auch im Bund am größten. In dieser Grafik
sind die Stimmanteile auf alle Wahlberechtigte bezogen dargestellt. Die Zahlen basieren auf dem
vorläufigen Wahlergebnis. In den Andere sind auch die rund 1,0 %
ungültigen Stimmen enthalten, denn diese Wähler wollten noch etwas anderes.
(Grafik: 28.9.2009 khd)
Noch ’ne Minderheitsregierung
BERLIN 30.9.2009 (khd). Wir kennen das schon von den Landtagswahlen
in Bayern 41,9 %,
in Berlin 42,0 %,
in Hessen 39,0 %,
im Saarland 32,4 %,
in Sachsen 47,8 % und in
Thüringen 43,9 %
wählten erst gar nicht. Die Nichtwähler sind in den letzten Jahren fast überall
stärkste ‚Partei‘ geworden. Jetzt ist diese Partei der Nichtwähler auch bei
Deutschland-Wahlen erstmals die größte von allen geworden größer als die
CDU+CSU (23,6 %) und SPD (16,1 %). Die Nichtwähler erreichten bei der Bundestagswahl 2009 einen
Anteil von 29,2 % der Wahlberechtigten.
 
Die Nichtwähler sind Ausdruck einer matten Demokratie.
Das stellt der Tagesspiegel am 1.10.2009 in seinem Kommentar
Demokratische Passivität fest und weist damit auf ein großes Problem
hin. Die Umsetzung des Gleichheitspostulat der Demokratie ist hierzulande empfindlich gestört.
BERLIN/PARIS 19.9.2009 (khd/d-radio/sp). Im Zuge der Weltwirtschaftskrise II bewegen wir
uns jetzt auch in Europa auf eine Sozialkrise zu. Das erwartet u. a. der Internationale
Währungsfonds (IWF). Trotz Kurzarbeitsgeld werden demnächst auch in Deutschland viele
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gibt es auch in
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Unternehmen in die Insolvenz gehen. Der Finanzkrise folgt also nicht nur eine Wirtschafts-, sondern
auch eine Sozialkrise, die ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hat, sagte IWF-Chef Dominique
Strauss-Kahn dem Spiegel (Heft 38/2009, Seite 121). Und daher werde die Arbeitslosigkeit weiter
ansteigen. Mitte 2010 werde sie am höchsten sein, konstatiert Strauss-Kahn.
 
Was wir jetzt ganz dringend brauchen, das ist eine Rückverteilung von oben nach
unten!
Das sagen im Herbst 2009 große Teile der Nicht-Wähler plus Wähler der SPD + Linken +
Grünen. Zusammen werden diese zwar nach der Bundestagswahl die Mehrheit haben, aber wieder nicht
regieren können.
5. Krisen-Blog in PDF, was es so sonst nicht im Internet gibt.
Die OECD erwartet für 2010 in Deutschland ein
Ansteigen der
Arbeitslosigkeit auf 12 %, was mehr als 5 Mio. Arbeitslose bedeutet. In den nächsten Monaten
werden also mehr als 1,5 Millionen Menschen ihren Job verlieren, nur weil die Banker
‚Casino‘ spielten und ihnen keiner auf die Finger schaute. Dadurch wird die Armut
auch hierzulande, die sich bereits aufgrund unzulänglicher
Hartz-Gesetzgebung (z. B. unterbezahlte Mini-Jobs und 1-Euro-Jobs) eingenistet hat,
weiter steigen.
[12.08.2004:
Nur die Reichen werden reicher] (DIE ZEIT)
[27.12.2005:
Hartz-Reformen werden zum Debakel] (DER TAGESSPIEGEL)
[16.10.2006:
Hartz IV ist für viele eine Lebenslüge] (DER TAGESSPIEGEL)
[01.09.2009:
OECD kritisiert hohe Armutsquote bei Kindern in Deutschland] (GOOGLE-NEWS)
[16.09.2009:
OECD warnt vor erhöhtem Armutsrisiko] (NEUE ZÜRCHER ZEITUNG)
BERLIN 13.9.2009 (khd). Vier Jahre Große Koalition sind vorbei, und es stehen die
nächsten Wahlen an. Die Union (CDU + CSU) wünscht sich nach dem 27. September eine Koalition
mit der FDP (Schwarz-Gelb). Und in den letzten Monaten sah es bei den Umfragen für diese
Möglichkeit auch positiv aus. Das könnte sich aber noch ändern, da angesichts der
Finanzmarktkrise vielen bislang Nicht-Wählern ein Mitregieren der Marktradikalen absolut nicht
gefällt. Die SPD hingegen kann nur noch darauf hoffen, daß der mündige Bürger
Schwarz-Gelb verhindern mag und die Große Koalition bis auf weiteres fortgesetzt werden kann.
Um für den noch unentschlossenen Wähler die Wahl vielleicht etwas einfacher zu gestalten,
wurden in den letzten Wochen einige kleine Wahlhilfen mit weiterführenden Links zur
Bundestagswahl
zusammengestellt:
Der Reichstag in Berlins Mitte ist der Sitz des Deutschen Bundestags des deutschen
Parlaments.
[Ergebnisse
aller Bundestags-Wahlen seit 1949]
(Foto: 9.2005 mopo)
Programme der Parteien im Vergleich: Auf der Basis der von den Parteien im Internet
publizierten Wahlprogramme 2009 wurde versucht, auf einige essentiellen Fragen eine
tabellarische Antwort zu finden. Es ist bezeichnend, daß manches Kästchen
wieder leer bleiben mußte, weil in den Wahlprogrammen keine klare Antwort zu finden war.
Die Finanzmarktkrise seit September 2008: Hier beginnt eine einmalige Dokumentation aller
wichtigen Ereignisse, die seit dem 15. September 2008 weltweit passierten. Ein solches Bild gibt es im
Internet sonst nirgends. Deutlich wird nach der Lektüre der bislang 31 Teile auch, daß die
Bundesregierung es bislang versäumte, nicht wenigstens in Deutschland energisch gegen die Banken
vorgegangen zu sein. Die Banken machen noch immer, was sie wollen...
Die Mieten-Bombe tickt: Bislang kommt das Thema Wohnungsmiete bei allen Parteien kaum vor.
Dennoch liegt hier Zündstoff für Unruhen. Auf das Hauptproblem steigender Mieten bei
Heuschrecken- Unternehmen wird hier hingewiesen. Es war rot-grüne Politik, die ohne Not nur
auf Lobby-Druck die völlig überflüssigen Finanz- Investoren (Heuschrecken) ins Land
geholt haben.
Entwicklung der Arbeitslosigkeit seit 2005: Das ist ein Qualitätstest der Großen
Koalition. Er wurde nicht bestanden, denn die Arbeitslosigkeit ging zwar zunächst zurück, stieg
aber wegen der hierzulande völlig falsch regulierten Finanzmarkt-Wirtschaft, was diese samt
Real-Wirtschaft mit in die Krise stürzte, ab Anfang 2009 wieder deutlich an.
Wohin Privatisierung führt: Das kann am besten am Ergebnis bei der Deutschen Bahn abgelesen
werden. Es gibt trotz hoher Preise keine Kundenorientierung mehr, nur noch der Sharholder-value
zählt. Und besonders deutlich wurde in den letzten Monaten der miserable Zustand bei der
Berliner S-Bahn. Manager ohne Skrupel haben diese kaputtgespart und die Kunden in Gefahr gebracht.
Versäumnisse der Parteien: Es gibt sie zuhauf. An einige weniger häufig
diskutierte Saumseligkeiten und Ärgernisse soll erinnert werden, die in den letzten 30
Jahren weder die Parteien noch die Regierungen im Sinne der Bürger und Volkswirtschaft
angepackt und vernünftig geregelt haben.
Das TV-Duell: Mit interessanten Bild-Impressionen und sorgfältig ausgewählten
Presse- Stimmen wurde das Duell Merkel Steinmeier vom 13. September 2009
aufgearbeitet. Dieses Duell brachte in der Diagnose der aktuellen Bürgermeinung einen
leichten Umschwung in Richtung SPD.
Das war die Bundestagswahl 2009: Eine Zusammenfassung der Bundestagswahl 2009 mit
dem Ergebnis, sobald die amtlichen Zahlen vorliegen werden.
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