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Zu den Finanzmärkten ergangene Empfehlungen |
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Notiert sind hier die Überschriften der 2002 von der Enquete-Kommission gemachten
Empfehlungen, wobei einige Erläuterungen hinzugefügt wurden.
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Nun schlägt Europas Stunde
BERLIN 29.9.2008 (khd). Diese deutsche Vorarbeit sollte jetzt von der Europäischen Union (EU) genutzt werden.
Zwar müssen nun schleunigst die
Probleme der Weltwirtschaft gelöst werden, in die uns die gierige USA
stürzten. Es ist aber eine gute Idee, wenn die EU zunächst mit guten Beispiel vorangeht und
schon mal für den europäischen Finanzmarkt einheitliche Spielregeln
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| Der US-Kapitalismus entpuppt sich als gigantisches Schneeballsystem. | |
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Das schreibt der SPIEGEL in seiner Ausgabe 40/2008 vom 29.9.2008. |
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Sicher wird man die deutschen Erkenntnise von 2002 noch einmal prüfen und ergänzen müssen, wo es aus heutiger Sicht erforderlich ist. Besonders wichtig wird aber sein, daß alle Finanz-Unternehmen also auch die Hedge-Fonds und Private-Equity-Fonds oder Bank-Töchter außerhalb der Bilanz (Schattenbanken) den gleichen Vorschriften für das Vorhalten von ausreichend Eigenkapital und das zulässige Ausmaß der Verschuldung sowie Berichtspflichten unterliegen. Das zu erreichen, wäre ein bedeutender erster Schritt.
Es kann sehr gut sein, daß einmal in Geschichtsbüchern vom Weitblick europäischer Politiker in den 1990-Jahren gesprochen wird. Denn Europa (und damit auch Deutschland) haben ein großes Glück, daß es mit dem Euro rechtzeitig eine eigene Leitwährung eingeführt hat.
Damit hat sich Europa währungs- und finanzpolitisch in vielfacher Hinsicht von den USA unabhängiger gemacht. Das sollte jetzt ein wichtiger Vorteil sein, muß aber durch eine gemeinsame Wirtschafts- und Sozialpolitik unterfüttert werden. Hier haperte es in den letzten Jahren noch sehr. 2009 sind Europa-Wahlen, und da wollen die 500 Mio. EU-Bürger endlich Ergebnisse sehen.
Irland hat heute Nägel mit Köpfen gemacht und eine Totalgarantie für alle Privatkonten
für 2 Jahre ausgesprochen. Mit dieser vertrauensbildenden Maßnahme soll vor allem einer
möglichen Panik der Bankkunden einem ‚bankrun‘ vorgebeugt werden. Alle
EU-Staaten täten gut daran, diesem Beispiel schnellstens zu folgen. Denn diese unbeschränkte
Staatsgarantie kostet zunächst einmal nichts, würde aber bei weiteren Bankcrashes die drohende
Wirtschaftskrise mit weitaus schlimmeren Folgen weniger wahrscheinlich machen.
Deutschland sollte recht schnell dem irländischen Beispiel folgen und damit ein Signal für
die EU-Kommission geben. Gelang es doch der schwarz-roten Bundesregierung am letzten Wochenende in einer
Hauruck-Aktion in nur einer Nacht, eine Bürgschaft in Höhe von 26,6 Mrd. Euro für die
angeschlagene Hypo Real Estate auszusprechen um Schlimmeres zu verhindern, wie
es hieß. Da sollte den Regierenden ihr Volk genausoviel wert sein, wie es die
‚windigen‘ Banken SachsenLB, IKB und jetzt die Hypo Real Estate waren, zumal es hierzulande noch so einige
Wackel-Banken gibt. Oder müssen die Bankkunden erst mit dem massiven Geldabheben beginnen?
[mehr im PDF-Dokument]
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Die ebenfalls in den USA ausgelöste Krise von 1929 hatte in allen wichtigen Industrie- Nationen
massive negative Folgen wie Zusammenbrüche von sehr vielen Firmen, Massenarbeitslosigkeit und
Deflation gehabt. Menschen gerieten
in sehr große soziale Not. Vor diesem Hintergrund erstarkte damals in Deutschland der
Nationalsozialismus. Und wir kennen alle das fatale Ergebnis. Ein derartiges Szenario muß auf jeden
Fall verhindert werden.
Nun haben uns Politiker aller Couleur nach dem 2. Weltkrieg immer wieder erklärt, daß sich
eine derartige Weltkrise nie mehr wiederholen könne. Denn es seien seit den 1950er-Jahren viele
marktregulierende Instrumente und marktkontrollierende Institutionen (wie der
IWF, die
WTO,
OECD,
SEC,
Weltbank,
EZB und
BaFin)
eingeführt worden. Aber dennoch kam es immer wieder zu
Krisen auf
Teilmärkten, bei denen es der internationalen Politik nicht gelang, sie zu verhindern.Mit Totalgarantie neues Vertrauen bilden
BERLIN 1.10.2008 (pep). Bankkunden leben jetzt in ständiger Angst, ihr angelegtes Geld
zu verlieren, nur weil die Staatsregierungen die gesamte Finanz- Industrie zwar hofierte aber nicht
ausreichend reguliert und kontrolliert haben. Das gilt zwar vor allem für die USA, aber auch in der
Europäische Union (EU) liegt die Kontrolle im argen. Insofern haben auch die EU-Staaten eine
Bringschuld gegenüber ihren Bürgern. Zwar gibt es bereits Sicherungsfonds, aber wann und was
die zahlen bleibt nebulös. Auch Nachfragen bei Banken bleiben nur im Ungefähren. Und deshalb
wächst und wächst das Mißtrauen.
[25.06.2002:
Bundestags-Kommission fordert die Tobin-Steuer] (SPIEGEL ONLINE)
[20.09.2008:
Der Markt hat's nicht gerichtet] (khd-Page)
[27.09.2008:
Heiner Geißler (CDU) im Interview] (HNA)
[28.09.2008:
Krisenexperte Nouriel Roubini im Interview] (DER TAGESSPIEGEL)
[29.09.2008:
US-Finanzkrise: Der Offenbarungseid] (SPIEGEL 40/2008, Seite 20)
BERLIN 20.9.2008 (khd). In dieser Woche ist die Welt gerade noch einmal an einer Neuauflage
der Weltwirtschaftskrise von
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1929
 
Credit crisis shows current financial regulation suboptimal, duplicative, and
outdated.
Das sagte US-Finanzminister Henry Paulson am 19. September 2008, nachdem er den Plan zur Überwindung
der Finanzkrise durch staatliche Übernahme aller faulen Kredite angekündigt hatte.
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Tempi passati? |
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Erinnerung an Parolen des Neo-Liberalismus
BERLIN 21.9.2008 (pep). Wie hießen doch gleich die vielen
‚Lehrsätze‘ des ungezügelten Wirtschaftswahns, die nun über Nacht nicht mehr
gepriesen werden? |
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| Der größte Dilettant sitzt in Washington. | |
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Das sagte Altkanzler Helmut Schmidt am 22.9.2008 in der ARD. [mehr] [2] |
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Es waren aber die Regierungen der USA unter der Präsidentschaft eines George W. Bush und von Großbritannien unter Tony Blair, die in den letzten Jahren jegliche Forderung nach Transparenz und soliden Spielregeln für die immer obskurer agierenden Finanzmärkte verhinderten. Der Markt werde das schon von sich aus richten, verteidigten sie ihre sture Haltung auf etlichen Gipfeln zuletzt 2007 auf dem G8-Gipfel in Heiligendamm.
Finanz-Terrorismus endlich stoppen
Wir (und auch die nichthandelnden Politiker) haben nun erneut lernen müssen, daß in den USA
die Selbstregulierungskräfte des Marktes angesichts von ungezügelter Geldgier nicht
ausreichten, um ein Desaster zu verhindern. Die ganzen neoliberalen Wirtschaftstheorien wurden durch die
Realität ad absurdum geführt. So blieb jetzt nur noch die
Verstaatlichung der Spekulationsbanken und der Schulden, um noch Schlimmeres
wie 1929 zu verhindern.
Aber dann müssen die Politiker endlich diese Irren aus der Finanzwelt samt Jongleuren und Hedge-Fonds mit ihren 25%-Renditeforderungen [3] an die regulatorische Kette legen. Sonst wird dieser angelsächsische Finanz- Terrorismus [4] bei der nächsten Krise die ganze Welt doch noch ins Unglück stürzen. [Kommentar]
Zur Krisenvermeidung sollte es aber in der Zukunft sehr wohl möglich sein, einen Ausgleich für
Fehlgeschäfte zu schaffen. Dazu müßte beispielsweise bei der Weltbank ein globaler
Sicherungsfonds eingerichtet werden, in die alle Banken von jeder (oder auch nur von bestimmten)
Transaktionen einen bestimmten Anteil einzuzahlen hätten.
Erinnert sei auch an die Ergebnisse der
Enquete-Kommission Globalisierung der Weltwirtschaft von 2002.
[Wie ging es weiter]
[Krisen-Tagebuch 1]
[Krisen-Tagebuch 2]
Anmerkungen:
Bei einem aktuellen Test des Fernsehmagazins MDR Umschau führten 5 Banken
insgesamt 95 von 100 Überweisungen aus, obwohl diese nicht die Unterschrift des Konto-Berechtigten
trugen. Dabei haben die Geldinstitute darunter die Deutsche Bank und die Commerzbank sogar
Wellenlinien und die Unterschrift Pittiplatsch akzeptiert. Der ZKA-Verband der Bankwirtschaft
hat daraufhin eingeräumt, daß erst ab einem bestimmten Überweisungsbetrag vermehrt
kontrolliert werde, darunter würden nur Stichproben genommen.
[mehr]
Es ist also die schiere Gier der Banken nach immer mehr Profit, die zu den jetzt aufgedeckten
Unregelmäßigkeiten führten. Ein Sparkassen-Präsident drohte sogar mit
der Aussage: Wenn wir alles prüfen, wird es für den Kunden wohl
auch teurer werden. Erinnert werden muß daher daran, daß bis mindestens Anfang der
1990er-Jahre Überweisungen immer kontrolliert wurden und danach die Durchschrift für den Kunden
per Stempelaufdruck quittiert wurde. Wenn hier also inzwischen Prüf-Kosten (und der Durchschlag)
eingespart worden sind, dann diente das lediglich der Gewinnoptimierung nicht einem verbesserten
Kundenservice.
Offensichtlich sind Banken angesichts der aktuellen Einlassungen beratungsresistent. Dann müssen sie
zu mehr Kundenfreundlichkeit gezwungen werden. Es wird deshalb nun notwendig werden, daß der
Gesetzgeber das Bankwesen mit geeigneten Rechtsänderungen an die absolute Kontrollpflicht
ordentlicher Kaufleute erinnert. Das ist auch im Massenzahlungsverkehr kein Problem, denn moderne
Computer-Systeme können natürlich auch Unterschriften vergleichen.
Vielleicht sollten sich Banken weniger
ums
Fusionieren (Commerzbank kauft Dresdner Bank, Deutsche Bank kauft Postbank und vielleicht
demnächst Deutsche Bank kauft Commerzbank) sowie um
zweifelhafte Papiere kümmern und stattdessen endlich die massiven Sorgen ihrer
Kunden um die Geld-Sicherheit ernst nehmen. Dann werden sie auch beim nächsten Bankkonten-Test der
Stiftung Warentest prima abschneiden.
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Wer sich ab 14. Dezember bei der Bahn eine Fahrkarte am Schalter kauft, muß neben dem erhöhten
Fahrpreis einen Zuschlag für die persönliche Bedienung bezahlen. 2,50 Euro kostet dieser
Bedienzuschlag, was zu DM-Zeiten rund 5 Mark gewesen wären. Nur Behinderte sollen davon
ausgenommen werden. Vermieden kann diese Abzocke nur beim Kauf der Fahrkarte via Internet oder am
Automaten. [mehr]
Allein mit der Einführung dieses Bedienzuschlags wird deutlich, daß die von Union, SPD und FDP
verfolgte Politik, die Bahn an die Börse zu bringen, falsch war. Denn eine Bahn im Gemeinbesitz
braucht einen solchen Zuschlag nicht. Eine Bahn im Teilbesitz von Investoren muß aber primär
auf die Rendite für die Anteilseigner achten zumal wenn die Rendite des Fernverkehrs eher
schwach ist. Die Versorgung der Kunden mit guten Bahnleistungen ist da nachrangig, wie sich nun schon vor
dem Börsengang im November zeigt. Noch Anfang August sprach Bahn-Lobbyist Wiesheu von Kunden, die
weiter
profitieren werden.
Unsere Alten sind also auf den Schalterkauf angewiesen. Hier wird aber im Regionalverkehr (bis 100 km)
die Fahrkarte durch den Zuschlag auf einen Schlag um bis zu 25 % teurer. Angesichts von
Rentenerhöhungen von um die 1 % pro Jahr und anderen Teuerungen der Lebenshaltung können sich
alte Menschen eine Reise zu den Kindern nicht mehr leisten nur weil die Bahn an die Börse
mußte.
Es ist ja nicht das erste Mal, daß die Deutsche Bahn ältere Menschen diskriminiert. So nahm
sie ihnen im Vorfeld des Börsengangs die
InterRegio-Züge (IR-Züge) weg, nur um mit ICE- und IC-Zügen mehr
Einnahmen zu erzielen. Die beliebten IR-Züge waren als Nachfolger der D-Züge die deutlich
preiswertere Alternative bei Fernreisen. Ältere wissen auch, daß die
städteverbindenden IC-Züge bei der Bahn aus Gründen der Gewinn-Optimierung bereits auf
der internen Abschußliste stehen. In den nächsten Jahren wird also alles noch viel
schlimmer werden.
Nicht nur ältere Bahnkunden werden daher die verfehlte und extrem kundenfeindliche Bahn-Politik
abstrafen und den verantwortlichen Parteien bei der nächsten Bundestagswahl die rote Karte
zeigen.
Ob die Reisebüros bei der Bahn intervenierten, ist nicht bekannt. Allerdings nehmen die
Reisebüros schon seit einigen Jahren einen Zuschlag beim Fahrkartenverkauf. Früher war das
nicht üblich. Offenbar gewährte die Deutsche Bahn AG den Reisebüros keine ausreichenden
Nachlässe mehr. Und daher klingt Mehdorns Begründung sehr nach einer geschickten Ausrede. Die
Bundesregierung hat inzwischen eine kritische
Prüfung
zugesagt.
Um der Bahn Dampf zu machen, hat unterdessen der Deutsche
Gewerkschaftsbund (DGB) eine bundesweite Unterschriftenaktion gegen den Bedienzuschlag
gestartet. Nach Ansicht der Gewerkschaft verstößt die neue Gebühr von 2,50 Euro gegen das
Anti-Diskriminierungsgesetz. Ältere Menschen würden mit dem Zuschlag bestraft und somit
eindeutig diskriminiert, heißt es. Die gesammelten Unterchriften sollen Bahnchef
Mehdorn Ende Oktober übergeben werden.
[mehr im PDF-Dokument]
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BERLIN 22.8.2008 (khd). In den letzten Monaten lief hierzulande erneut ein Lehrstück
dafür ab, wie es handelnde Politiker schaffen, Wähler zu künftigen Nicht-Wählern
umzupolen. Es geht um die (obskure)
‚Rettung‘ der überwiegend öffentlich- rechtlichen Mittelstandsbank IKB
War beim Verkauf der Bank- Gesellschaft Berlin die amerikanische Super-
Heuschrecke
Lone Star noch leer ausgegangen, wurde gestern bekannt, daß die IKB nun an diesen
Finanz- Investor für nur gut 100 Millionen Euro verkauft werden soll. Außerdem übernimmt
die derzeitige IKB- Mehrheitseignerin (zuletzt 90,8 %), die KfW- Bank, von der IKB ein faules Wertpapier- Folio von rund 1,3 Mrd. Euro, für das
der Bund eine weitere Garantie von 600 Mio. Euro gegeben hat. Unklar bleibt, ob damit Lone Star
tatsächlich alle künftig bei der IKB noch auftretenden Risiken übernehmen wird. Der
KfW- Verwaltungsrat muß dem Verkauf noch zustimmen. Und hier könnte durchaus noch die Notbremse
gezogen werden, denn es gab offensichtlich auch einen Bieter aus Rußland, der immerhin um die 600
Mio. Euro für die Bank zahlen wollte.
Mit dem Verkauf der IKB ist auch der größte Teil der fast 10 Mrd. Euro an Steuermitteln,
die für die Stützung durch die staatseigene KfW-Bank und den Bund aufgewandt worden waren,
perdu. Was sagt eigentlich Brüssel zu diesen exorbitant hohen staatlichen Beihilfen? Die
EU-Kommission will bis Oktober prüfen, ob der IKB unerlaubte Beihilfen gewährt wurden.
Sollte das der Fall sein, muß die IKB die Gelder zurückzahlen. Aber woher soll dann das Geld
kommen etwa von Lone Star?
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Außerdem wurde bekannt, daß heute Banken bei auf Formularen eingereichten Überweisungen
keine Prüfung der Unterschrift mehr vornehmen. Dadurch wurde es möglich, auch auf diesem
Transfer-Weg Betrügereien Tür und Tor zu öffnen. Es werden sogar
Überweisungen ausgeführt, die gar keine Unterschriften tragen. Im
DeutschlandRadio berichtete jetzt ein Hörer, ihm sei
auf diese Weise ein vierstelliger Betrag abgebucht worden, und er habe große Schwierigkeit gehabt,
das Geld von der Bank zurückzuerhalten. Das scheint kein Einzelfall zu sein. Offensichtlich nehmen
Banken Überweisungen nicht mal mehr in Augenschein, sondern überlassen alles den
Lesegeräten und Computern.
[mehr]
Wann die Banken ihre Prüfungen aufgeweicht haben, ist aus Kundensicht unklar. Die Banken
informierten darüber nicht. Früher war es jedenfalls durchaus schon mal möglich, daß
eine eingereichte Überweisung nicht ausgeführt wurde, da die Unterschrift nicht ganz mit der
hinterlegten übereinstimmte. Das ist aber seit den 1990er-Jahren (zumindest mir) nie mehr passiert.
Und sollen sich die Konto- Betrügereien nicht immer weiter ausbreiten, dann müsse jetzt endlich
der Gesetzgeber handeln und neben einer Verschärfung des Datenschutzes dem unverantwortlichen
Banktreiben Einhalt gebieten, sagen Verbraucherschützer.
Noch liegt die durch kriminelle Zahlungsvorgänge angefallene Schadenssumme im dunkeln. Denn viele
Betroffene haben es entweder noch gar nicht bemerkt oder haben erst gar keine Strafanzeige gestellt. Es
ist aber wohl von einem Schaden in vielfacher Millionenhöhe auszugehen. Reichlich beigetragen haben
dazu auch die Banken mit ihrem kundenfeindlichen Geschäftsgebaren der Kaum-noch-Kontrolle des
Zahlungsverkehrs. Die Banken und Sparkassen schieben ihre Verantwortung allzugern auf die Kunden ab.
Was haben uns einmal die Banken in den 1960er-Jahren als sie mit kostenlosen Gehaltskonten die
Kunden köderten nicht alles an Sicherheit beim Bankkonto versprochen. Davon ist also de facto
nicht viel übriggeblieben, obwohl heute den Banken Heerscharen leistungsfähiger Computer bei
der Arbeit helfen. Aber um noch mehr Profit zu machen, wurden überall die Kosten reduziert. Da
blieben die Kundeninteressen auf der Strecke. Also muß jetzt der Gesetzgeber den Geldinstituten
Nachhilfeunterricht in Sachen Kontrolle des Zahlungsverkehrs erteilen. Und zwar sehr schnell, denn
Millionen Kunden-Daten sind nun einmal in der (Halb-) Welt.
[weiter auf Seite 3 in der PDF-Fassung]
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So wird es keinen direkten Anschluß an die U-Bahn geben, da diesen das Land Berlin selbst bezahlen
müßte. Die vorgesehene S-Bahn wird zwar bis zum BBI fahren. Aber diese Linie wird wohl
über Ostkreuz, wo noch bis 2016 gebaut werden soll, zur Stadtbahn geführt werden. Eine weitere
Linie zum Südring ist offensichtlich nicht vorgesehen. Und das Herzstück der Anbindung
der Airport-Shuttle wird selten und dann noch einen Umweg über die Anhalter Bahn fahren
müssen. Durch den jahrelangen Streit zwischen dem Berliner Senat und der Deutschen Bahn bzw. dem
Bund wg. des Baus eines Tunnels in Lichtenrade, wird die Revitalisierung der Berliner Bahnstrecke der
Dresdner
Bahn frühestens 2015 erfolgt sein fast 4 Jahre nach der
BBI-Eröffnung.
Bahnintern rechne man bisher damit, daß der Airport-Express auf der Dresdner Bahn nicht vor 2015
fahren kann, während der BBI-Flughafen Ende 2011 eröffnet werden soll, heißt es. Noch
hoffe die Bahn aber, auch ohne die Dresdner Bahn zur Eröffnung des BBI alle 30 Minuten einen
Airport-Express vom Hauptbahnhof über die Anhalter Bahn durch Lichterfelde zum BBI zu schicken. Mehr
Züge könnten über diese Strecke nicht zum Flughafen fahren, weil auf deren Gleisen auch
Fern- und Regionalzüge unterwegs sind. Über die Dresdner Bahn solle der Airport-Express
später alle 15 Minuten in 20 Minuten zum Hauptbahnhof fahren.
An dem Bahnknoten existierte bereits seit 1958 die Kramer-Kurve (KK) auch Schweineohr
oder Lange Kurve genannt, über die von Osten über den Außenring von Berlin
kommende Züge auf die Anhalter Bahn in Richtung Halle/Leipzig (und umgekehrt) geführt wurden.
Da aber die Deutsche Bahn diese Züge mit Eröffnung des neuen
Hauptbahnhofs über den neuen Nord-Süd-Tunnel führen wollte, mußte
für Züge in Richtung Dresden/Prag eine Verbindungslösung am Außenring gefunden
werden. Der direkte Weg über die Dresdner Bahn war ja wegen der jahrelangen Verzögerung des
Aufbaus auf Berliner Stadtgebiet nicht möglich.
Man entschied sich daher für eine neue Verbindungskurve (K1) von der von Berlin kommenden Anhalter
Bahn zur vorhandenen Kramer- Kurve (KK). Und um auch die Gegenrichtung über diesen Weg bedienen zu
können, erhielt die Anhalter Bahn vor dieser Kurve K1 eine Weichen- Verbindung zwischen den beiden
Richtungsgleisen. Unklar ist derzeit, warum für die Gegenrichtung eine moderne Verbindungskurve K2
nicht eingerichtet wurde (störte hier der Ausbau der B 101?). Dann könnten hier für eine
Übergangszeit durchaus mehr Shuttle-Züge zum Flughafen BBI verkehren. Angeblich wollte der Bund
das nicht bezahlen.
Mehrere Mitreisende hatten das Bahnpersonal bereits kurz hinter Frankfurt auf ungewöhnliche
Geräusche hingewiesen. Dennoch wurde der ICE nicht sofort gestoppt. Deshalb ermittelt jetzt
die Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit dem Unfall wegen des Verdachts der Gefährdung des
Bahnverkehrs durch Bahnmitarbeiter. Die Deutsche Bahn hat am Freitag (11.7.2008) Spekulationen als
schlichtweg falsch bezeichnet, wonach das Fahrpersonal nicht auf Hinweise über atypische
Fahrgeräusche reagiert habe. Bahn-Sprecher in Berlin teilten mit, der Zug sei durch eine
Notbremsung der Zugbegleiter gestoppt worden.
Am Sonntag (13.7.2008) meldete dann Deutsche-Presse-Agentur aber, daß es ein Mitreisender gewesen sein
soll, der letztendlich die Notbremse zog, weil der ICE bereits entgleist war. Schon vorher hatte die
Staatsanwaltschaft aufgrund von Zeugenaussagen mitgeteilt, daß Bahn-Mitarbeiter die Kundenwarnungen
abgetan hätten mit: Da brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, das hat nichts zu
bedeuten. Das erinnert an das
ICE-Unglück von Eschede 1998, bei dem 101 Menschen starben und 105 verletzt
wurden. Auch hier waren vor der Katastrophe deutlich anormale Geräusche zu hören gewesen, die
von Zugbegleitern ignoriert worden waren.
Das war schon 1998 beim Eschede-Unglück
aufgefallen. Seitdem sind aber 10 Jahre vergangen, und man hätte solche
Sicherheitstechnik längst entwickeln und nachrüsten können. Warum die Deutsche Bahn (DB)
das bislang nicht tat und nur aufs klassische Maschinenbau- Vorgehen mit Ableucht- und Durchschallungs-
Untersuchungen setzte noch dazu in offensichtlich viel zu großen Zeitintervallen von etwa 8
Monaten, ist unklar. Zwar hat es DB-Untersuchungen zur
On-Board- Diagnose (4,7 MB PDF) gegeben, aber realisiert wurde das noch nicht.
Vielleicht schafft es ja mal ein Profi- Journalist hier Licht ins Dunkel zu bringen. Die Kosten
können es ja wohl kaum sein, die bislang mehr Sicherheit bei den ICEs verhinderten.
Mehr zu diesem Thema:
Nach den klassischen Regeln der Markwirtschaft wird ein Preis einer Ware durch Angebot und Nachfrage
bestimmt. Also müßte sich das Angebot erheblich verknappt und/oder die Nachfrage stark
erhöht haben. China braucht immer mehr vom Öl, und es gab auch Mißernten beim Getreide.
Das allein kann aber die enorm schnellen Anstiege nicht erklären. Es muß andere, stärkere
Faktoren geben, die bereits vielen Menschen Hunger und uns allen das Energiepreis- Ärgernis beschert
haben.
So wechselten ganz offensichtlich einige der Finanzinvestoren das ‚Spielfeld‘ und engagierten
sich nun intensiv auf den Rohstoffmärkten. Auch hier lassen sich mit geringem finanziellen Einsatz
(Optionen) durch Spekulation sehr hohe Profite erzielen vorausgesetzt die Preise steigen und
steigen. Diese Investoren haben an den gehandelten Waren wie Öl oder Reis kein Interesse, nur an
deren Preissteigerung. Und so sagt man, daß sie natürlich
Mittel
und Wege gefunden haben, die Preise zu ihrem Vorteil nach oben zu manipulieren. Außerdem hat
bei den schnellen Preisbewegungen die Ölbörse weitere Spekulanten angelockt, die die Preise
hochheizen.
Deshalb ist es gerechtfertigt, eine sehr massive Kontrolle dieser Märkte einzufordern, soll nicht
alles außer Rand und Band geraten. Das heißt, es wird zu schweren sozialen Unruhen kommen,
Wo sich nun aber herausstellt, daß durch diese Liberalisierung der Weltmärkte nur einige
Spekulanten mit unermeßlicher Geld-Gier in der Lage sind, alles auf den Kopf zu stelle und die
europäischen Institutionen noch nicht einmal in der Lage sind, diesem Treiben Einhalt zu gebieten,
da droht bei den Bürgern eine Abkehr von Europa. Die Iren mögen am 12. Juni 2008 bereits ein
solches Signal gegeben haben, als sie den neuen EU-Vertrag ablehnten.
Es wäre aber fatal, wenn Europa nicht auf dem Weg der Einigung bleibt auch wenn mehr
Demokratie dringend notwendig wäre. Und deshalb muß die EU jetzt auch schleunigst etwas tun,
um durch beherztes Handeln den Bürgern Europas die
Angst vor galoppierender Inflation zu nehmen. Die nationalen Regierungen werden das
kaum leisten können. Das (alte) Europa muß den Weg weisen, wie die Weltwirtschaft wieder in
Ordnung gebracht werden kann wer sonst.
Mehr zu diesem Thema:
Globaler Sicherungsfonds vonnöten
BERLIN 25.9.2008 (wop). Es stellt sich jetzt natürlich auch die Frage, ob das von den
Banken verzockte Geld nicht einfach zurückgeholt werden kann, bevor der Staat alle Ausfälle
sozialisiert. Schließlich sei das Geld ja noch vorhanden, es habe nur den Besitzer gewechselt, ist
zu hören. Zwar ist im Computer-Zeitalter eine solche Rückabwicklung durchaus technisch
vorstellbar, das würde aber das bestehende Finanzsystem völlig in Frage stellen.
[1] Jeder naturwissenschaftlich Gebildete weiß, daß es aufgrund von Naturgesetzen
der Thermodynamik keine solchen Perpetuum mobiles geben kann. Erfinder von P. m. sind daher immer
Betrüger. Und Finanz-Derivate sind kommerzielle Perpetuum mobiles.
[2] US-Präsident George W. Bush ist auch für den Irak-Krieg
verantwortlich. Und dieser Krieg wird mit seinen Folgen die USA mit rund 3.000 Mrd. US-Dollar belasten,
wie unlängst Wirtschafts- Nobelpreisträger Joseph Stiglitz ausrechnete.
[3] 25 % Jahresrendite lassen sich mal mit Wettgewinnen (den aber bei anderen immer gleich hohe
Verluste gegenüberstehen) erzielen. In der Realwirtschaft gefordert, führt das immer zu den
bekannten Heuschrecken-Folgen für Unternehmen und Mitarbeiter.
[4] US-Börsenguru Warren Buffett stellte fest, Finanz-Derivate seien wie
nuklearer Sprengstoff. Dann ist aber das Anwenden solcher Massenvernichtungswaffen (nach
IWF-Angaben waren im Dezember 2007 Derivate im Volumen von 596.000 Mrd. US-Dollar im Umlauf!) nichts
anderes als Finanz- Terrorismus, der allerorten Angst und Schrecken verbreitet.
Mehr zu diesem Thema:
[25.06.2002:
Bundestags-Kommission fordert die Tobin-Steuer] (SPIEGEL ONLINE)
[24.04.2005:
Geißler: Das ist "Anarcho-Kapitalismus"] (YAHOO-NEWS)
[25.04.2005:
Die "Heuschrecken" kommen] (khd-research)
[17.12.2005:
EZB-Warnung an die Hedgefonds-Finanziers] (SPIEGEL ONLINE)
[20.04.2006:
Hedgefonds: Angst vor einem Desaster] (DIE ZEIT)
[20.04.2006:
Fonds und Investment-Banken wehren sich gegen Regulierung] (DIE ZEIT)
[07.02.2007:
USA torpedieren globale Hedgefonds-Polizei] (SPIEGEL ONLINE)
[14.05.2008:
Köhler bezeichnet Finanzmärkte als "Monster"] (SPIEGEL ONLINE)
[30.05.2008:
Finanzmärkte dürfen uns nicht regieren] (DER TAGESSPIEGEL)
[15.09.2008:
Folgen katastrophaler US-Wirtschaftspolitik] (khd-research)
[16.09.2008:
Sozialismus für die Reichen] (DER TAGESSPIEGEL)
[16.09.2008:
Die Systemkrise kommt im Eiltempo] (NEUES DEUTSCHLAND)
[16.09.2008:
Und die Finanzkrise geht weiter] (khd-research)
[19.09.2008:
US-Regierung plant riesige Auffanggesellschaft] (HANDELSBLATT)
[20.09.2008:
Merkel fordert wegen Finanzkrise mehr Markttransparenz] (YAHOO-NEWS)
[22.09.2008:
Finanzmärkte: Kurz vor dem Kollaps] (SPIEGEL 39/2008, Seite 76)
BERLIN 12.9.2008 (khd). Bankkunden glaubten bislang, daß bei Banken immer die
Sorgfalt von ordentlichen Kaufleuten nach dem Handelsgesetzbuch waltet bei allen
Bankgeschäften und vor allem beim Zahlungsverkehr. Auch meinten Bankkunden, daß die
staatliche Aufsichtsbehörde Banken streng kontrollieren würde und bei Schlampereien Alarm
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schlagen würden. Das ist aber nicht so. Der jüngst bekanntgewordene
Daten-GAU (illegaler Handel mit Privat-Daten) hat diesen Glauben nun schwer
erschüttert. Denn es wurde auch bekannt: Die Banken führen ganz offensichtlich nicht nur jede
verlangte Lastschrift ungeprüft aus, sondern wickeln auch die allermeisten Überweisungen ohne
Kontrolle der Unterschrift des Auftraggebers ab
[khd-Page berichtete].
 
Das ist eine Verletzung der Sorgfaltspflicht.
Das sagt Erk Schaarschmidt, Finanzexperte der
Verbraucherzentrale Brandenburg.
Schluß mit den Bank-Schlampereien
BERLIN 14.9.2008 (wop). Angesichts solch eklatanter Bank-Schlampereien ist es kein Wunder,
daß die Überweisungs- und Konto-Betrügereien von 1999 bis 2007
um 450 % gestiegen sind. 2007 betrug der angezeigte Schaden bereits gut 50 Mio. Euro,
wobei eine hohe Dunkelziffer wg. Nicht-Erkennens durch die Bankkunden vermutet wird. Die Banken haben die
Gauner mit ihren Nicht-Kontrollen regelrecht zum Betrügen eingeladen und die Sorgfalt auf ihre Kunden
(per AGB) abgewälzt: Im Massenzahlungsverkehr müssen Überweisungen im Interesse der
Kunden schnell und kostengünstig bearbeitet werden, redete man sich
beim ZKA heraus.
 
Zahlungsverkehr ist auch eine Frage der Rationalität.
Das sagt Claus Friedrich Holtmann, Präsident des Ostdeutschen
Sparkassenverbandes.
[17.08.2008:
Kein Verlaß mehr auf Banken] (khd-Page)
[19.08.2008:
ZKA: Es gibt keine allgemeine Warnpflicht] (DER TAGESSPIEGEL)
[20.08.2008:
Folgen des Datenhandels könnten jeden treffen] (YAHOO-NEWS)
[26.08.2008:
Banken buchen Überweisungen ohne Unterschriftenkontrolle] (MDR-UMSCHAU)
[27.08.2008:
Datenschützer kritisiert Lastschriftverfahren] (YAHOO-NEWS)
[28.08.2008:
Überweisungen von Pittiplatsch] (MÄRKISCHE ALLGEMEINE)
[28.08.2008:
Raubzug per Lastschrift] (ARD-PANORAMA)
BERLIN 30.8.2008 (khd). Obwohl die Deutsche Bahn AG allein im ersten Halbjahr 2008 einen Gewinn von rund 1,1 Mrd. Euro
eingefahren hat, will der Monopolist demnächst noch mehr Geld von ihren Kunden
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haben. Er erhöht ab Mitte Dezember die Fahrpreise. Auch hat sich die Bahn etwas Neues einfallen lassen
den Bedienzuschlag für den Fahrkartenverkauf, was Empörung auslöst.
 
Die Bahn darf seine Kunden nicht dafür bestrafen, persönlich bedient werden zu
wollen. Sie vergrault damit viele ihrer treuesten Fahrgäste.
Sagen die Grünen und denken vermutlich auch viele SPD-Politiker.
Mehdorn grenzt alte Menschen aus
Es sind vor allem die älteren Menschen, die Bahn- Napoleon Mehdorn jetzt so massiv benachteiligt. Sie
haben meistens kein Internet oder kommen mit den umständlichen Eingabeprozeduren auf der
Bahn- Homepage nicht klar. Und mit Bahn- Automaten haben
ja selbst Computer- Experten Probleme, sich durch die diversen Menüs durchzutippen (und wehe es
fällt Sonnenlicht auf den Bildschirm...). Auch ist da noch das Sicherheitsproblem beim Bezahlen
(Kreditkarte oder Lastschrift oder Geldkarte!).
Ältere wollen bequem reisen
immer schwerer
Besonders Berlinern fällt das auf. Waren bei- spielsweise von Berlin aus noch bis Anfang der
1990er-Jahre Städte wie Aachen, Bern (Schweiz), Bremen, Brüssel (Belgien), Emden, Gießen,
Goslar (Harz), Hameln, Innsbruck (Österreich), Kempten, Kiel, Kopenhagen (Dänemark),
Lübeck, Malmö (Schweden), Marburg, Oberstdorf, Paderborn, Paris (Frankreich), Passau, Salzburg
(Österreich), Stuttgart und sogar Utrecht (Niederlande) ohne Umsteigen bequem erreichbar, so
muß heute bei diesen Zielen immer irgendwo umgestiegen werden. Für jüngere Menschen ist
das vielleicht auch kein so großes Problem, aber für unsere Alten und Behinderten schon. Und so
unterbleibt heute manche Reise, weil schlichtweg dieser gute Bahn- Service eingestellt wurde.
Ärgerlich in diesem Zusammenhang ist natürlich auch, daß die Züge heute keine
Gepäckwagen mehr mitführen, die ein kurzfristiges Aufgeben des Reisegepäcks
erlauben (khd-Page berichtete).
Da sei man ja bei jedem Flug viel besser dran, ist von frustrierten Bahnkunden zu hören.
Mehdorn begründet seinen Bedienzuschlag
BERLIN 4.9.2008 (khd/d-radio). Bahnchef Mehdorn hat jetzt eine Begründung für die
Einführung des Bedienzuschlags geliefert: Der Zuschlag von 2,50 Euro für Kunden, die ihre
Tickets nicht über das Internet oder per Automat kaufen, sei notwendig gewesen, um nicht mit den
Reisebüros in Konkurrenz zu treten. Reisebüros erheben einen Zuschlag auf den Fahrpreis.
Bahn kommt zur Besinnung Bedienzuschlag gekippt
BERLIN 12.9.2008 (khd/info-radio). Noch vor 10 Uhr teilte heute die Deutsche Bahn nach
einer Krisensitzung des Bahnvorstands mit, daß sie auf die Einführung des
Bedienzuschlags
verzichtet. Eine
Begründung gab das Unternehmen nicht. Man überlege nun für 2009 die Einführung eines
Bonus- Systems für den Fahrkartenkauf via Internet oder am Automaten, heißt es in Bahnkreisen.
[10.05.2003:
Vom Nicht-Service der Deutschen Bahn] (khd-Page)
[04.08.2003:
Alte von Politikern diskriminiert] (khd-Page)
[10.08.2008:
InterCity: Nur nicht aufs Abstellgleis] (DER TAGESSPIEGEL)
[10.08.2008:
Kommentar zu einem Wiesheu-Interview] (BAHN-INFO)
[29.08.2008:
Neuer Bedienzuschlag der Bahn empört Fahrgäste] (SPIEGEL ONLINE)
[01.09.2008:
Tiefensee will Bahnpreis-Erhöhung nicht stoppen] (YAHOO-NEWS)
[03.09.2008:
Regierung will Schalter-Pauschale der Bahn kritisch prüfen] (YAHOO)
[05.09.2008:
DGB und Verbraucherzentralen zu den Fahrpreiserhöhungen] (DGB + VZBV)
[10.09.2008:
Tiefensee setzt Bahn wegen Bedienzuschlag unter Druck] (YAHOO-NEWS)
[11.09.2008:
Für Rückfahrtticket wird weiterer Bedienzuschlag fällig] (SPIEGEL ONLINE)
[12.09.2008:
Bedienzuschlag bei der Bahn steht vor dem Aus] (DIE WELT)
[12.09.2008:
Bahn-"Bedienzuschlag" ist vom Tisch] (YAHOO-NEWS)
in Düsseldorf. Diese war 2007 durch ihre Manager in Schieflage gesteuert worden. Sie hatten sich mit
faulen Papieren des US-Hypothekenmarkts total verspekuliert. Die Bank war nur wie auch schon die
Landesbank Sachsen dank staatlicher Milliarden- Unterstützung vor der
Pleite bewahrt worden.
 
Wir haben das Kapitel IKB-Rettung nun abgeschlossen.
Das hofft KfW-Chef Wolfgang Kroh am 21.8.2008 in Frankfurt am Main.
Ein Verkauf, der eigentlich ein Geschenk ist
In mehreren Transaktionen wurden insgesamt rund 10.000 Millionen Euro an Steuermitteln in das marode
IKB-Unternehmen gepumpt. Das bedeutet, daß jeder Deutsche im Mittel vom Baby bis zum Greis
125 Euro für diese merkwürdige Banksubvention aufgebracht hat. Politiker reden sich
damit heraus, daß es sonst unabsehbare Folgen für den Finanzplatz Deutschland
gegeben hätte. Es sei nur Schlimmeres verhindert worden.
[Keine sichere Bank]
Das IKB-Desaster in Zahlen
Quelle: SPIEGEL, 1.9.2008
Bilanzsumme im abgelau- fenen Geschäftsjahr
50,2 Mrd. Euro
Kosten der
IKB-Rechnung10,7 Mrd. Euro
Börsenwert der Bank
Anfang 20072,8 Mrd. Euro
Lone Star kauft 90,8 %
der Aktien für geschätzt0,1 Mrd. Euro
1)
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Bund
übernehmen nach dem Verkauf
Risiken in Höhe von0,8 Mrd. Euro
1) Inzwischen wird von 115 Mio. Euro gesprochen.
[07.07.2008:
Der Absturz der Sächsischen Landesbank] (DER SPIEGEL 28/2008)
[14.08.2008:
IKB Keine sichere Bank] (DER TAGESSPIEGEL)
[21.08.2008:
Verkauf der angeschlagenen IKB-Bank ist perfekt] (SPIEGEL ONLINE)
[22.08.2008:
Die Wahrheit kommt in kleinen Dosen
[22.08.2008:
Lone Star zahlt nicht viel für die IKB] (DER TAGESSPIEGEL)
[23.08.2008:
Bund sichert 600 Millionen für IKB ab] (DER TAGESSPIEGEL)
[01.09.2008:
IKB-Verkauf an Lone Star: Cowboys im Anzug
[18.09.2008:
KfW in Dauerkrise] (YAHOO-NEWS)
BERLIN 17.8.2008 (khd). Der Mitte August bekanntgewordene
Datenklau von Namen mit zugehörigen Adress- und Bankkonto-Daten brachte jetzt
neben der Datenschutz- Problematik noch etwas ganz anderes an den Tag: Auf die Banken ist heute kein
Verlaß mehr! Sie prüfen bei einer von Dritten verlangten Lastschrift nicht, ob
dafür eine vom Bankkunden schriftlich erteilte
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Erlaubnis vorliegt. Im InfoRadio Berlin sprach ein
CDU-Politiker jetzt davon (es war wohl Innen- Experte Bosbach), daß das bei Massengeschäften
wie dem Lastschriftverfahren auch gar nicht mehr möglich sei. Schließlich
hätte der Bankkunde ja ein Rückrufrecht für einen falsch vom Konto abgebuchten Betrag.
 
Bankkunden leben heute sehr viel unsicherer als früher.
Das sagte Peter Schaar, Bundes- beauftragter für den Datenschutz,
dem Tagesspiegel (13.8.2008).
Banken machen Geldklau erst möglich
Es ist aber erst diese von Banken geübte Praxis der Nicht- Überprüfung der
Zugriffsberechtigung, die zu solchen Konto-Betrügereien mit Überweisungen und Lastschriften
geradezu herausfordert. Auch deshalb ist der Schwarz-Handel von Datensätzen mit Namen, Adressen und
Bankverbindungsdaten überhaupt so attraktiv geworden. Und es ist kein Wunder, daß immer
häufiger der Geldklau direkt vom Konto beobachtet wird. Auf der anderen Seite wurden von den Banken
die Kontrollmöglichkeiten für ihre Kunden immer mehr beschnitten: Allzuoft gibt es bei
Überweisungen keine Durchschriften mehr. Kontoauszüge gibt es meistens nur noch jeden Monat
manchmal sogar auch nur noch jedes Quartal. Banken verweisen stattdessen aufs Online-Banking, was
aber weitere Sicherheitsrisiken für den Kunden zur Folge hat.
[Was tun die Banken?]Auch Banken brauchen gesetzliche Nachhilfe
BERLIN 19.8.2008 (khd). Es ist schon ein starkes Stück, was sich Bundesregierungen in
den letzten 3 Jahrzehnten bei der Verbesserung des Verbraucher- und des Datenschutzes geleistet haben. In
vermeintlicher Liberalität wurde die Regulierung wichtiger Aspekte vermieden. Nun zeigt sich,
daß durch diese Versäumnisse Kriminelle regelrecht eingeladen wurden, sich bei fremden Konten zu
bedienen. Obwohl ein wirksamer Datenschutz immer wieder von Experten angemahnt worden war, reagierte die
Politik praktisch nicht. Sie vertraute den Selbstheilungskräften des Marktes. Das war und ist
schlichtweg naiv. Und daher ist es kein Wunder, daß jetzt der
Daten-GAU publik wurde.
 
Während der Zahlungs- verkehr mit Scheck und Wechsel staatlich durch Gesetz geregelt ist,
beruht das ganze Lastschriftverfahren lediglich auf einer Vereinbarung der
Geldinstitute.
Sagen unabhängige Datenschützer und verweisen darauf, daß dann eben "auch reichlich Murks"
möglich werde.
[08.11.1997:
Obskure Verbraucherbefragungen / Datenschützer warnen] (khd-Page)
[02.12.2003:
Miserabler Verbraucherschutz] (khd-Page)
[13.08.2008:
Wenn das Geld nicht sicher ist] (DER TAGESSPIEGEL)
[13.08.2008:
Banken halten Betrugsgefahr für gering] (FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND)
[13.08.2008:
Es gibt einen florierenden Datenhandel] (DER TAGESSPIEGEL)
[14.08.2008:
Was tun die Banken?] (Leserbrief im FAZ.net)
[18.08.2008:
Illegaler Datenhandel weitet sich aus] (STERN)
[18.08.2008:
Datenhandel in ungeheurem Ausmaß] (SÜDDEUTSCHE ZEITUNG)
[19.08.2008:
ZKA: Es gibt keine allgemeine Warnpflicht] (DER TAGESSPIEGEL)
[20.08.2008:
Folgen des Datenhandels könnten jeden treffen] (YAHOO-NEWS)
[25.08.2008:
Geizige Banken] (SPIEGEL 35/2008, Seite 17)
[25.08.2008:
Datenschutz Koalition des Schweigens] (SPIEGEL 35/2008, Seite 36)
[26.08.2008:
Banken buchen Überweisungen ohne Unterschriftenkontrolle] (MDR-UMSCHAU)
[27.08.2008:
Datenschützer kritisiert Lastschriftverfahren] (YAHOO-NEWS)
[28.08.2008:
Raubzug per Lastschrift] (ARD-PANORAMA)
[12.11.2008:
Bande betrog Bank um 15 Millionen Euro] (DER TAGESSPIEGEL)
Der BBI-Großflughafen erhält unter dem Hauptterminal einen Tunnel- Bahnhof mit
Gleisanschlüssen zur Görlitzer Bahn (Osten) und dem Berliner Eisenbahn- Außenring (AR) im
Norden. Die S-Bahn wird vom alten Bhf. Schönefeld kommend von Westen in den BBI-Bahnhof
eingefädelt, wo sie endet.
Der Ostanschluß des BBI-Bahnhofs dient vor allem zur
Durchbindung von Fernzügen (ICE).
Allerdings ist dessen Planfeststellung auch noch nicht erfolgt.
[Chronologie des BBI]
(Grafik: 31.7.2008 khd-research)
BERLIN 2.8.2008 (khd). Berlins Flughafen in Schönefeld liegt zwar im Südosten
gleich hinter der Stadtgrenze in Brandenburg. Er ist dennoch nicht aus allen Ortsteilen der Stadt gleich
gut mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln (ÖPNV) erreichbar. Eigentlich sollte sich das mit dem
Ausbau zum Großflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) ändern. So war ein
Anschluß an die U-Bahn (U 7, Spandau Rudow), eine S-Bahn bis unter das Hauptterminal und ein
flotter Airport- Express über die Dresdner Bahn zum Hauptbahnhof vorgesehen. Wenn Ende 2011 der BBI
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öffnet, wird davon aber voraussichtlich wenig realisiert sein.
 
Hätten sich diese 3 B (Bahn, Berlin & Bund) schon vor 2000 auf einen Tunnel geeinigt,
dann wäre die Dresdner Bahn heute längst fertig . . .
Das ist 2008 von Lichtenrader Bürgern zu hören, die wissen, daß dann auch alles viel
billiger geworden wäre.
Aber fast 4 Jahre vor der BBI-Eröffnung ist im Mai 2008 die Autobahn- Anbindung
über die A 113 in Betrieb gegangen. Die flotte Anreise per Auto zum BBI ist also bereits gesichert.
Es sei denn bis 2011 steigt der Benzinpreis auf über 2 Euro pro Liter, so daß nicht
mehr so viele Berliner sich ein Auto leisten können und dann auf den ÖPNV angewiesen sind.
Bis die Dresdner Bahn auf Berliner Gebiet gebaut ist, soll der Airport-Shuttle vom BBI über
den Außenring (AR), die lange Kramer-Kurve (KK) und die Verbindungskurve (K1) zur Anhalter Bahn
fahren.
(Grafik: 1.8.2008 khd-research)Weitere Verspätungen drohen
Der Tagesspiegel
berichtet heute, daß sich der schnelle Schienenanschluß des künftigen
Flughafens BBI weiter verzögern kann. Ein Teil der Pläne zum Lärmschutz der Anwohner
für den Ausbau der Dresdner Bahn durch Lichtenrade muß neu ausgelegt werden. Für das
Planfeststellungsverfahren, das sich bereits um mehrere Jahre verspätet hat, könnte das weitere
Zeit kosten.
Am Knoten Genshagener Heide wird es eng
An der Kreuzung des Berliner Eisenbahn-Außenrings (AR) mit der Anhalter Bahn (AB) nördlich von
Ludwigsfelde existiert derzeit ein Flaschenhals. Das Verbindungsgleis zwischen den beiden Strecken ist
nur eingleisig muß also in beiden Richtungen befahren werden, was die
Leistungsfähigkeit der Verbindung sehr stark einschränkt. Dieser Bahnknoten Genshagener
Heide wurde im Zuge der Revitalisierung der Anhalter Bahn nur minimal ausgebaut, um Kosten zu
sparen.
Anhalter Bahn vor der Kreuzung des Außenrings. K1 = Neue Verbindungskurve zum Außenring. B =
Richtung Berlin. Ein vom BBI kommender Shuttle blockiert für kurze Zeit den Fahrweg in Richtung
Leipzig, was man sich nicht 4-mal pro Stunde leisten kann.
(Foto: 2006 khd)
Mehr zu diesem Thema:
[23.10.2004:
Sonnenaufgang überm BBI?] (khd-Page)
[29.12.2005:
Der BBI-Prozess Dokumentationen] (khd-research)
[01.01.2006:
Chronologie des BBI] (khd-research)
[07.04.2006:
Der Bau des BBI Dokumentationen] (khd-research)
[01.06.2008:
Die Fernbahn-Anbindung des BBI] (khd-research)
[30.07.2008:
Nach Schönefeld? Bitte warten!] (BERLINER ZEITUNG)
[09.08.2008:
Senat will neue S-Bahn-Strecke zum Hauptbahnhof bauen] (DER TAGESSPIEGEL)
[12.08.2008:
Dresdner Bahn: Initiative fordert Tunnel vom Bund] (DIE WELT)
[13.08.2008:
Linke kritisiert Pläne für Schönefeld] (MÄRKISCHE ALLGEMEINE)
Der havarierte ICE 3 (links) am Hauptbahnhof Köln, bei dem eine
Radsatzwelle gebrochen ist.
Ein ICE 3 hat keine Triebköpfe. Der Zugantrieb ist über die gesamte Zuglänge verteilt.
(Foto: 9.7.2008 nn?)
KÖLN/BERLIN 14.7.2008 (khd). Am Mittwoch Nachmittag (9.7.2008) ist am Hauptbahnhof in
Köln ein ICE-Zug des Typs ICE 3 havariert. Eine Achse des Hochgeschwindigkeitszugs modernster Bauart
war gebrochen. Eine Notbremsung verhinderte Schlimmeres. Der Zug ICE 518 befand sich auf der
Fahrt von München via Frankfurt am Main nach Dortmund und war vor dem Unfall über die
Hochgeschwindigkeitsstrecke Frankfurt Köln mit bis zu 330 km/h gebraust.
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Als Konsequenz aus dem Unfall zog die Deutsche Bahn alle baugleichen ICE-Züge aus dem Verkehr und
unterzog sie einer Sonderkontrolle. Ob das von der Aufsichtsbehörde
(EBA) angeordnet wurde, blieb in
der Öffentlichkeit zunächst unklar [Ed-18.7.2008: das EBA mußte das sogar gegen den
Willen der Bahn erzwingen]. Künftig müssen nun aber alle Schnellzüge vom Typ ICE 3
bereits nach 60.000 Kilometern (etwa nach 6 Wochen Betrieb) überprüft werden. Bislang erfolgte
diese Untersuchung erst alle 300.000 Kilometer (etwa alle 8 Monate).
I C E 3
In Wikipedia, der
freien Enzyklopädie.
Warum werden ICE-Fahrgestelle nicht elektronisch überwacht?
15.7.2008 (khd). Die Fahrgestelle mit Wellen und Rädern gehören zu den sensibelsten Teilen
eines Eisenbahnzuges. Sollte hier etwas defekt werden, dann kann das leicht in einem verheerenden
Desaster enden natürlich besonders bei Hochgeschwindigkeitszügen. ICE-Züge sind
heute vollgestopft mit HighTech- Sicherheitstechnik aller Art. Was aber fehlt, ist eine im Betrieb
laufende elektronische Überwachung aller Fahrgestelle, die dem Triebwagenführer
zuverlässig Laufanomalien sofort signalisiert.Bahn-Privatisierung kostet Sicherheit
9.8.2008 (khd). Inzwischen ist klar, daß es wohl doch die Kosten sind, die bislang mehr Sicherheit bei
den ICEs verhinderten. So hat die Deutsche Bahn im Vorfeld ihres von der Politik forcierten
Börsengangs ganz absichtlich die regelmäßigen Ultraschall- Untersuchungen aller
Radsatzwellen ihrer ICE-3-Flotte von ursprünglich 60.000 km Laufzeit nach und nach auf 300.000 km
erhöht, obwohl sich Ermüdungserscheinungen an den unterdimensionierten Wellen seit
längerem abgezeichnet haben. Erstaunlich ist allerdings, daß die Aufsichtsbehörde
EBA das jahrelang mitmachte. Allein diese Maßnahme soll der Deutschen Bahn AG innerhalb von 4
Jahren rund 1 Milliarde Euro ‚Sondergewinn‘ in die Kasse gespült haben. Und es ist daher
konsequent, wenn jetzt Bürger Strafanzeige gegen den Vorstand der Deutschen Bahn wegen gefährlichen
Eingriffs in den Bahnverkehr gestellt haben.
[03.06.1998:
Zur Zugkatastrophe von Eschede] (A.P. u. a.)
[24.05.2005:
On-Board-Diagnose von Fahrwerksschäden an Schienenfahrzeugen] (YONG GUO)
[10.07.2008:
Wie ein Leser das ICE-Chaos in Köln erlebte] (RHEINISCHE POST)
[11.07.2008:
Staatsanwaltschaft ermittelt wegen ICE-Unfall bei Köln] (YAHOO-NEWS)
[11.07.2008:
Viele offene Fragen nach dem ICE-Unfall] (YAHOO-NEWS)
[14.07.2008:
Ein Fahrgast zog die Notbremse] (DER TAGESSPIEGEL)
[18.07.2008:
Bahn widersetzte sich Auflagen] (KÖLNER STADT-ANZEIGER)
[18.07.2008:
Von wegen "Sicherheit zuerst"] (KÖLNER STADT-ANZEIGER)
[21.07.2008:
ICE-Unfall vorhersehbar] (JUNGE WELT)
[04.08.2008:
Bürgerbündnis zeigt Bahn-Vorstand an] (KÖLNISCHE RUNDSCHAU)
[14.08.2008:
Bahn weist Berichte über Probleme mit ICE-Radwellen zurück] (DDP)
[14.08.2008:
Behörde verpflichtet Bahn zu häufigeren Prüfungen] (SPIEGEL ONLINE)
[15.08.2008:
ICE soll Gewicht sparen] (JUNGE WELT)
[15.08.2008:
Mehdorn attackiert Eisenbahnbundesamt] (DDP)
[06.09.2008:
Keine "eindeutigen Ursachen" für ICE-Achsenbruch in Köln] (GOOGLE-NEWS)
BERLIN 30.6.2008 (khd). Seit dem Herbst 2007 sind die Preise auf dem Weltmarkt für
viele Rohstoffe und Grundnahrungsmittel wie Reis, Mais und Weizen regelrecht explodiert, obwohl sich die
Erzeugungspreise kaum verändert haben. Die Preissteigerungen erreichen inzwischen ein Ausmaß,
das es noch nie gegeben hat. So ist der
Reispreis in 8 Monaten um 140 % angestiegen. Der
Rohölpreis liegt heute bei 143 US-$ pro Barrel (159 Liter). Er ist in den
letzten 9 Monaten um 140 % gestiegen, obwohl ein unmittelbares Ende der
Erdölreserven noch nicht bevorsteht. Ein Ende der Teuerung ist nicht abzusehen.
Was sind die Ursachen für die dramatischen Preissteigerungen?
Entwicklung des Rohölpreises pro Barrel (159 Liter) seit 2003. Schon im August 2008 könnte
die 200-Dollar-Marke überschritten werden.
[Aktuelle Grafik]
(Grafik: 15.5.2008 khd)
Da fällt natürlich zunächst auf, daß diese großen Preissteigerungen bei ganz
unterschiedlichen Produkten in unglaublich kurzer Zeit erfolgten und nahezu gleichzeitig begannen. Und das
war etwa zu dem Zeitpunkt als 2007 in den USA die Hypothekenkredit-Blase zu platzen drohte. Viele geldgierige
Finanzinvestoren wie Hedge-Fonds hatten sich mit Finanz-Derivaten indirekt im amerikanischen
Immobilienmarkt engagiert. Die Zeit des schnellen Profits war hier plötzlich vorbei.
 
Die Finanzmärkte dürfen uns nicht regieren!
Das schrieben Ende Mai 2008 ehemals führende Staatsmänner Europas, darunter Alt-Kanzler
Helmut Schmidt, in einem
offenen Brief an die EU, in dem sie zum Handeln aufforderten.
Monster-Märkte müssen endlich reguliert werden
3.7.2008 (khd). Das Steigen der Preise ist sicher ein komplexes Geschehen, für
das nicht allein die Finanzmärkte verantwortlich gemacht werden können. Dennoch kommen diverse
Berichte in internationalen Medien bereits jetzt zum Ergebnis, daß professionelle Spekulanten und
vor allem die Hedge-Fonds maßgeblich daran beteiligt sind, die Preise lebenswichtiger Güter in die
Höhe zu treiben.
wenn es nicht gelingt, den preistreibenden Spekulationen energisch zu begegnen. Jegliche
Selbstregulierung dieser Märkte hat bislang versagt.
Die Finanzmärkte dürfen uns nicht regieren, forderten bereits Ende Mai
zahlreiche ehemals führende Staatsmänner Europas. Diese wissen natürlich ganz genau,
daß sie den Bürgern die Globalisierung einst schmackhaft machten.
 
Im Juni 2008 ist die mittlere Inflationsrate im Euro-Raum auf 4,0 % im Vergleich zum Vorjahr
gestiegen ein neuer Höchststand.
Als Hauptpreistreiber gelten die Energiepreise, sagt das
Europäische Statistik-Amt in
Luxemburg.
[19.10.2006:
Enrons Erben zocken weiter] (DIE ZEIT)
[24.04.2008:
Die Preise für Reis explodieren] (GODMODE TRADER)
[24.04.2008:
Rolle der Hedge Fonds in der Weltnahrungskrise] (WSWS)
[14.05.2008:
Köhler bezeichnet Finanzmärkte als "Monster"] (SPIEGEL ONLINE)
[30.05.2008:
Finanzmärkte dürfen uns nicht regieren] (DER TAGESSPIEGEL)
[23.06.2008:
Report zu den explodierenden Ölpreisen] (DER TAGESSPIEGEL)
[04.07.2008:
Deutsche haben Angst vor Preisexplosion] (SPIEGEL ONLINE)
[15.07.2008:
Kommentar: Der Markt versagt] (DER TAGESSPIEGEL)
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