Diese Seite ist Teil eines
Woldenberg-Reports.
Woldenberg (heute das polnische Dobiegniew) war
vor 1945 eine kleine Stadt in der Neumark, dem damals östlichsten Teil der Mark Brandenburg. Die
meisten Bürger Woldenbergs lebten von der Landwirtschaft. Das schlug sich auch im Speisezettel
nieder. Von dieser bodenständigen Küche sind einige Rezepte von Bayers Hof bei
Woldenberg zum Nachkochen dokumentiert worden.Die meisten Rezepte sind für jeweils 4 Portionen berechnet, falls nicht anderes notiert. Die Rezepte können durchaus noch Ungenauigkeiten insbesondere bei der Würzung enthalten. Daher sind Korrekturen per E-Mail willkommen.
Präsentiert werden hier:
Wrucken (Kohlrüben-Eintopf) [R 188].
So nannte man in Woldenberg
Kohlrüben. Anderenorts heißen sie auch Steckrüben. Für viele ist ein
Kohlrüben-Eintopf noch immer das Kriegsessen schlechthin. Das sind noch immer die Nachwehen
des Steckrübenwinters von 1916/17, als es im 1. Weltkrieg nicht mal mehr ausreichend
Kartoffeln gab und das Kriegsernährungsamt am 4. Dezember 1916 alle Kohlrüben beschlagnahmte,
um wenigsten eine minimale Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Kocht man jedoch heute
diesen Eintopf mit reichlich Fleisch, guten Kartoffeln und den ‚richtigen‘ Gewürzen,
dann wird daraus ein sehr wohlschmeckendes Eintopf-Gericht. Und am nächsten Tag aufgewärmt
schmecken diese Wrucken noch viel besser.